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[68] Kommentare
Das Thema Verkehrsneuplanung ist im Bodenseekreis bei Weitem nichts Neues. Es ist bereits mehr als 20 Jahre her, als der Kampf um die Bodenseeautobahn ausgefochten wurde, bis diese endgültig vom Tisch war. Nicht viel später begannen erste Planungen und die darauf folgenden Proteste für Verkehrsentlastungen um Friedrichshafen und Markdorf sowie um die Gemeinden Kluftern, Immenstaad, Bermatingen und Salem zu entlasten. Nach jahrelangem Streit, Diskussionen, Protesten und Demonstrationen ist nun aber Bewegung in die Materie gekommen. Die Stadtverwaltung Markdorf rechnet für 2009 mit dem Planfeststellungsbeschluss für die Südumfahrung Markdorf, am Dienstag hat die Landesregierung die veranschlagten neun Millionen Euro für die Umgehung von Bermatingen bewilligt. Die Gemeinde Bermatingen will sich nun voll auf die Planung konzentrieren und ebenfalls in ein Planfeststellungsverfahren einsteigen. In allen betroffenen Gemeinden hatte es Demonstrationen sowohl für wie auch gegen die neuen Straßen gebeten. Bei Bürgerentscheiden stimmten allerdings sowohl in Markdorf wie auch in Bermatingen mehr Bürger für die Entlastungsstraßen.
Wer heute zu Zeiten des Berufsverkehrs durch die Markdorfer Innenstadt fährt oder auf der Landstraße durch Bermatingen nach Salem unterwegs ist, sieht schnell, dass eine Entlastung dringend notwendig ist. Lange Staus und starker Verkehr mit Lärm- und Geruchsbelästigung für Anwohner und Fußgänger gehören noch zum Dauerzustand, der dringend abgeschafft gehört. Die Bereitstellung von Mitteln für den Bau einer Ortsumfahrung von Bermatingen macht nun wohl eine zeitgleiche Realisierung der Bermatinger Entlastungsstraße zusammen mit der Südumfahrung Markdorf möglich. Ein Gewinn, denn nur gemeinsam können die beiden Straßen für eine wirkliche Entlastung in beiden Gemeinden sorgen. Zusammen mit der Umfahrung von Neufrach können sich so viele Anwohner über ruhigere Nächte und eine bessere Lebensqualität freuen.
Zum selben Thema veröffentlichte der SÜDKURIER am Donnerstag, 24. Januar, einen Kommentar seiner Mitarbeiterin Christiane Keutner:
Diese Karte wurde uns von Bob Jürgensmeyer von der Vereinigung der Verkehrsinitiativen der Bodenseeregion (VVB) zur Verfügung gestellt:

Kommentare (68)
am 27.01.2008
um 13:38 Uhr
Bermatingen-Ahausen ist auf dem besten Weg, in die selbstgestellte Falle zu tappen :
zu Zeiten der amtlichen Informationen vor den Bürgerentscheiden zu den Ortsumfahrungen Markdorf und Bermatingen wurde vehement bestritten, daß es sich um Teile der “Hinterland-Trasse aus verknüpften Ortsumfahrungen” handelt. Am Rathaustisch waren sich alle einig, daß das nicht so kommen dürfe. Inzwischen könnten auch die sachkundiger geworden sein, die sich bisher wie kleine Buben verbockt die Hand vor die Augen hielten. Aus einer Summe von Indizien kann man ganz klar ableiten, daß es doch um die Hinterland-Trasse geht. Als letzen beschriebenen Baustein hat der Regionalverband den Bedarf einer Ortsumfahrung Rickenbach zur L200 aufgenommen.
Weil hier offenbar keine Karte eingesetzt werden kann, hier meine Beschreibung der Trassenführung ( Stand 12/2007 ): B31-FN-West Knoten Eichenmühle, bahnparallele Ortsdurchfahrt Kluftern, Südumfahrung Markdorf, dritte Ortsdurchfahrt Bermatingen-Ahausen, Süd- und Nordumfahrung Neufrach, ab Hardwaldkreuzung plus ca. 300m Abzweig zur Ortsumfahrung Weildorf-Stefansfeld, Ortsumfahrung Rickenbach, über die L200 zur Überlinger B31neu.
Diese Trasse ist die vermeintlich schnell realisierbare ( Transit- ) Entlastungsstrecke für die nicht ausbaubare B31 am See und der wesentlich preiswertere Ersatz für die heute nicht mehr durchsetzbare vierspurige Planfall P7.5-Trasse Überlingen-Friedrichshafen.
Die “Dritte Ortsdurchfahrt Bermatingen-Ahausen” bedeutet Transit-LKW-Verkehr ! Denn nicht nur die ganze Hinterland-Trasse bis zur L200 erfüllt die Entlastungsfunktion, sondern schon die Möglichkeit, in Unteruhldingen die B31 zu verlassen und über Mühlhofen durch das Hinterland nach Ravensburg bzw. die Autobahn bei Wangen zu fahren.
Die Ahauser haben damals nicht zu Unrecht mit ca. 80% gegen die Bermatinger Ortsumfahrung gestimmt - die Folge wäre hoher Ortsdurchfahrt-Verkehr durch Ahausen.
am 05.02.2008
um 16:35 Uhr
Nach dem mir völlig unverständlichen Salemer Gemeinderatsbeschluß ” Pro MTU Logistikzentrum” gilt es noch vehementer die gänzlich absurde und auf falschen Zahlen und Hoffnungen fussende Ortsumfahrung Bermatingen zu bekämpfen..Wer auch nur einmal mit dem Fahrrad die hierfür ins Auge gefassten Flurstücke befahren hat weiß, welch unsägliches Verbrechen hier vom Bermatinger Gemeinderat instinktlos und frei von jeglichem Sachverstand auf den Weg gebracht werden soll.
am 06.02.2008
um 17:02 Uhr
Zur “gesicherten Finanzierung” der 3. Bermatinger-Ahauser Ortsdurchfahrt :
Nachdem die Presse die Hintergründe offenbar nicht recherchieren will und unser Bürgermeister in der letzten Bürgerfragestunde keine Fakten nannte, habe ich beim Innenministerium erfragt, wie es sich mit der gesicherten Finanzierung nach 4 bis 8 Jahren baureif beendetem Planfeststellungsverfahren verhält. Sinngemäße Antwort nach längerer Befragung: “Das ist ein politischer Beschluß. Die finanzielle Zusage wird ggf. bis zur Mittelabrufung von Landeshaushalt zu Landeshaushalt übertragen. Es gilt der Vorbehalt, daß jeder Haushalt vom Parlament neu beraten und beschlossen werden muß. Das Geld wird nicht projektbezogen irgendwo auf ein Konto gelegt.”
Demnach bleibt es dabei : die finanziell absolut nicht gesicherten “Ortsumgehungen Bermatingen/Salem-Neufrach im Zuge der L205″ aus der Presseerklärung des Innenministeriums vom 22.1.08 sind kurzlebige Fasnet-Enten. Auf der Trasse der Bermatinger OU wurden in den letzten 35 Jahren schon drei gewichtigere Strassen angeplant - bis heute gab es zum Glück noch keinen Spatenstich dafür.
am 14.02.2008
um 12:19 Uhr
Fragen an Staatssekretär Köberle und ex MdL Müller am Montag, dem 18.2.08 in Bermatingen anlässlich der Info zu den Ortsumfahrungen Bermatingen und Neufrach-Süd :
1. Wenn Markdorfs Südumfahrung mit 2,6 km bald 50% teurer wird ehe überhaupt ein Spatenstich erfolgte, um wieviel wird dann die 4,6 km lange und nicht weniger aufwändige Bermatinger OU teurer ?
2. Wird die Schwerguttrasse 2a – die jetzt noch mit 6 m Durchmesser-Freiraum und für 35 m lange Sattelanhänger durch Bermatingen und Neufrach verläuft – auf die Ortsumfahrungen verlegt ? ( Das ist lt. RegPräs eine Vorgabe für Planer von OU )
3. Was haben Sie für eine Meinung zur „Hinterlandtrasse aus
verknüpften Ortsumfahrungen“?
4. Gibt es aktuell eine UVP für die OU Bermatingen ?
5. Gibt es aktuell ein Lärmgutachten für die OU Bermatingen ?
6. Wie und wo wird das zugesagte Geld bis zum Baubeginn einer OU „geparkt“ ?
Es sollte nicht so ´rauskommen, dass in der Zeitung steht :
„Zu folgenden Fragen konnten oder wollten die Herren keine Auskunft geben“: s.o.
Diese Fragen müssen unbedingt öffentlich gestellt und öffentlich beantwortet werden.
Bob Jürgensmeyer
Mitglied der Vereinigten Verkehrsinitiativen der Bodenseeregion, VVB
am 24.02.2008
um 22:46 Uhr
Zu den Ortsumfahrungen M´d / Bermatingen / Neufrach :
Auch wenn sich die Politiker für ihre “endlich freigegebenen Straßenbaumittel zur Entlastung der Bürger” ohne kritische Rückfragemöglichkeit feiern lassen, nur ganz unbedarfte Bürger bzw. Gemeinderatsmitglieder glauben den Politikern noch, daß die Ortsumfahrungen kein Teil der “Hinterland-Trasse aus verknüpften Ortsumfahrungen” sind.
1. Der Regionalverband, die IHK und die Bodenseekreis-Verwaltung wollen den Salemer Raum zum nächsten Industriegebiet des Kreises entwickeln ( Platz, billiges Bauland u.ä.).
2. FN will mit besseren Straßen die Kaufkraft des Hinterlandes an sich ziehen.
3. Das Regierungs-Präsidium braucht eine Entlastungs- und Ausweichstrecke bei Stau, Unfällen und Reparaturmaßnahmen auf der B31.
4. Die seenahen B31-Anlieger erhoffen sich eine Entlastung durch eine Hinterland-Trasse — nicht ahnend, daß sich dadurch die KFZ-Zusammensetzung auf ihrer B31 zum Schwerverkehr hin verschiebt. Dann geht der Krach und ein LKW-Stau erst richtig los. Weniger Verkehr wird die B31 als überregionale West-/Ost-Transit-Route nie mehr bekommen.
Sie sehen : nur die Dörfler im Hinterland selbst sind an echter Entlastung interessiert. Von allen anderen werden sie nur als Hebel für weiteren Straßenbau benutzt. Und auch die erhoffte Entlastung der Betroffenen ist hoch gefährdet : die Orte werden durch den “induzierten Verkehr” auf den Ortsumfahrungen in der Summe deutlich mehr Verkehr bekommen ( sehen Sie dazu ´mal bei den qualifizierten Abhandelungen der Verkehrswissenschaftler unter Google nach ). Das führt laut den zwei Umwelt-Verträglichkeits-Gutachten der auf gleicher Trasse früher schon einmal geplanten Straßen zu mehr flächiger Verlärmung, mehr Abgasen und weit weniger Entlastung, als ihnen trickreich von den Straßenplanern vorgerechnet wird ( wer´s nicht glaubt, kann sich zum Lärm z.B. bei den Eriskirchern erkundigen : trotz nachgerüstetem und aufgestocktem Lärmschutz ist der Straßenlärm stark wetterabhängig immer noch unangenehm laut ).
Wir von den Bürgerinitiativen fordern deshalb eine Fortschreibung des real bestehenden Straßenbau-Moratoriums. Denken Sie doch einfach eine Generation weiter : was wird sich alles ändern, so daß das vorhandene Straßennetz ausreicht ?
- abnehmende, überalternde Bevölkerung
- deutlich weniger Jahres-Km der älteren Generation
- leichtere PKWs mit leisem E-Antrieb
- zu wenig Straßenbaumittel für den Netzerhalt
- hohe Mautgebühren bzw. Transitabgaben
- deutliche Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs
- drastische Eingriffe im Warentransit durch Spritmangel bzw.
dessen Verteuerung und Regionalisierung vieler Wirtschaftszweige
( Bauwirtschaft, Lebensmittelversorgung, Energiewirtschaft usw. )
- so könnte ich die Liste noch um viele Punkte fortschreiben
Warum sollten wir unsere schöne Landschaft mit überflüssigem Straßenbau weiterschädigen ?
Straßenbau “weiter wie bisher” löst keine Verkehrsprobleme !
Im Übrigen : sind die Markdorfer und Bermatinger so uninteressiert,
daß sie dieses schöne, schnelle Forum zum Meinungsaustausch nicht nutzen ? Dem Südkurier sei Dank.
Ein Leserbrief landet nach 24 Stunden im Papierkorb. Hier kann man über einen längeren Zeitraum ausgewogen Pro und Kontra diskutieren, so daß sich jeder sachkundig machen kann, bzw. Fehleinschätzungen von Kundigeren richtiggestellt werden können. Im Gegensatz zu den von der Verwaltung organisierten Informations-Veranstaltungen kommt hier auch jeder ausreichend zu Wort.
am 25.02.2008
um 23:52 Uhr
Hier ein interessanter Leserbrief eines Markdorfers, der auch für die Bermatinger interessant ist :
MTU-Ansiedlung und Straßenbau - So erzeugt man Verkehr
Der Bau neuer Straßen erzeugt angeblich keinen neuen Kfz-Verkehr – diese kuriose Ansicht vertritt der mit den Straßenplanungen in der Region beauftragte Verkehrsgutachter. Doch das Gegenteil ist richtig, wie die aktuelle Entwicklung zeigt: Die Firma MTU hätte sich wohl kaum Neufrach als Standort für ihr neues Logistik-Zentrum ausgesucht, wenn nicht die Planungen für die Südumfahrung Markdorf-Bermatingen im Raum stehen würden.
Hunderte von zusätzlichen LKW-Fahrten pro Tag werden als Folge auch durch den Raum Markdorf donnern. Von den Straßenbau-Befürwortern hört man hierzu bislang kein Wort des Bedauerns, obwohl sie doch maßgeblich für die Erzeugung dieses zusätzlichen Schwerverkehrs verantwortlich sind. Aber wahrscheinlich dienen die vielen neuen MTU-Laster nun als willkommenes Argument, dass man die Umfahrungsstraßen jetzt erst recht benötigt. Gerade in Markdorf gehört ja die Förderung des Autoverkehrs auch in Zeiten des Klimawandels noch immer zum guten Ton. Autofahrer aus nah und fern werden mit millionenschweren „kostenlosen“ Parkhäusern und Stadtmarketing-Werbung zum Einkaufen in die Innenstadt gelockt, während man zentrale Funktionen wie Feuerwehr, Stadtkapelle oder Narrenheim an den für Fußgänger kaum noch erreichbaren Ortsrand verlagert. Und eine sündhaft teure autogerechte Bahnunterführung soll das Autofahren auch auf der kurzen Strecke vom Markdorfer Süden in die Innenstadt noch attraktiver machen.
Die Neufracher Ortsumfahrung steckt planerisch ja noch völlig in den Kinderschuhen. Obwohl es in Baden-Württemberg viele andere baureife Straßenplanungen gibt, die schon seit Jahren auf Finanzierung warten, wurde Neufrach für das Sonder-Straßenbauprogramm des Landes auserkoren. MTU-Lobbyismus sei nicht der Grund für diese bevorzugte Förderung, sagte MdL Müller. Aber aus welchem anderen Grund misst die Landesregierung denn dann ausgerechnet der Ortsumfahrung Neufrach einen so hohen überregionalen Stellenwert bei? Geht es hier vielleicht doch um ein weiteres Stück „Hinterlandtrasse“ für den Ost-West-Transitverkehr? Also um Verkehrserzeugung und –verlagerung im noch größeren Stil?
gez. Frieder Staerke
am 02.03.2008
um 19:13 Uhr
Was passiert bis zur Befahrbarkeit der Bermatinger Ortsumfahrung ?
Die Bermatinger wollen doch eine Entlastung vom Einfluß des Durchgangsverkehrs, oder ? Dem überörtlichen Verkehr wollen sie keine neue Straße bauen und eigenem Ziel- und Quellverkehr können sie es nicht. Wenn das so ist, warum muß dann unbedingt eine neue Straße, die sogenannte Ortsumfahrung her ? Die bringt als Bestandteil der „Hinterland-Trasse aus verknüpften Ortsumfahrungen“ nur mehr Verkehr, schädigt die Landschaft und bringt auch keine Entlastung der immer voll bleibenden B31 am See. Das Wort Ortsumgehung ist übrigens ein Hohn.
Wenn es wider unsere Erwartung eine Bermatinger Ortsumfahrung in 5 bis 10 Jahren geben sollte, ist das kein Grund, über diesen langen Zeitraum weiterhin schnell wirkende innerörtliche Entlastungen auszusitzen. Da sind zuallererst einmal die wirkungsvolle Durchsetzung einer reduzierten Durchfahrts-Geschwindigkeit und ein paar Zebrastreifen auf der L205-Ortsdurchfahr im Rahmen des Erholungsortes gefragt. Warum akzeptiert die Gemeindeverwaltung das restriktive Verhalten der unteren Verkehrsbehörde beim Landratsamt und der Polizei, statt mit den Mitteln der Verwaltungsgerichtsbarkeit endlich ihre Planungshohheit in einem Erholungsort durchzusetzen ?
Als ich beispielsweise das Landratsamt bat, bei der Gemeinde zu intervenieren, als weitere Wohnbebauung an der Ahauser Ortsdurchfahrt genehmigt werden sollte, teilte man mir mit, dass sie wegen der absoluten Planungshohheit der Gemeinden leider keinen Einfluß nehmen könnten. Aber man hoffe, dass der Gemeinderat eine kluge Abwägung treffen werde. Ich hatte mich auf den stark zunehmenden Gewerbe-Schwerlastverkehr aus dem Neufracher Gewerbegebiet und auf die Bermatinger Fehler an der L205 aus den 60er Jahren bezogen.
( Als technische Info : Bis ca. 60 km/h überwiegen die Reifengeräusche die Motorgeräusche heute noch deutlich. Eine radarunterstützte Geschwindigkeitsreduzierung auf <40 km/h geht mit ca. der dritten Potenz der Geschwindigkeitsunterschiede beim Verkehrslärm ein. Die praktische Wirkung einer solchen Geschwindigkeitsreduzierung für den innerörtlichen Verkehrslärm wäre gleichbedeutend mit mehr als einer Halbierung der Verkehrsstärke, die eine Ortsumfahrung vermutlich nicht bringt ! Leider sind die 3 bis 5 dB(A) leiseren Reifen – die es mit “Blauem Engel” schon länger gibt – noch nicht vorgeschrieben. Es wird interessant, ob die immer noch nicht vorliegende Umweltverträglichkeitsstudie UVP zur OU ein qualifiziertes, rechtssicheres Lärmgutachten zum Inhalt hat.)
BI Bermatingen-Ahausen für ein besseres Verkehrskonzept e.V.
am 07.03.2008
um 9:06 Uhr
Die Wölfe fressen Kreide :
Ganz so dämlich, wie MdL Müller die Bürgerinitiativen in seinem Presseartikel vom 5.3.08 hinstellt, sind wir nun doch nicht. Leider müssen wir dem Bürger ständig den Sand aus den Augen holen, den die Straßenbaulobby ihm hineinwirft.
Die „Hinterlandtrasse aus verketteten Ortsumfahrungen“ im seenahen westlichen Bodenseekreis ist die „Entlastungs-Trasse“ für die nicht weiter ausbaubare B31 am See oder den unrealistischen Mythos der vierspurigen „Planfall 7.5 -Trasse“. Zu letzterem MdB Schockenhoff und Kreisrat Arnegger im Südkurier vom 22.11.01: „Die mit dem Planungsfall 7 verbundene Erneuerung und Neutrassierung der B31 wird angesichts der Kosten frühestens in 40 Jahren gebaut.“ Aktuell wird die Befürchtung der Betroffenen von der Straßenbaulobby und MdL Müller ( BW-Verkehrsminister a.D.) als „Phantom und Schreckgespenst der Straßenbaugegner“ bezeichnet. Mit einem Blick auf die Karte wird aber offensichtlich, wie infam die vom Verkehr geplagten Bürger der betroffenen Hinterland-Orte von den Straßenplanern getäuscht werden sollen. Um deren Entlastung geht es wirklich erst nachrangig.
Schon Verkehrsminister Eberle postulierte anlässlich einer Kreisbereisung am 21.10.1983: „Die Landesregierung wird alles daran setzen, die Aufnahme der A 98 in den Bedarfsplan zu erreichen. Sie hält an der Fortführung der A 98 über Stockach und Überlingen hinaus fest, vorerst zweispurig, evtl. noch vorgezogen als Umgehungsstraße für Bermatingen und Markdorf.“ ( Diese Absicht lässt sich sogar mit einer Karte beweisen, in der die Linien von den heute „neu und sorgfältig“ geplanten Ortsumfahrungen und die der Autobahn A 98 z.T. übereinanderliegen.) Vorher schon machte Prof. Schächterle den gleichen Vorschlag. Sein Planungsbüro Modus Consult treibt m.E. heute noch seine bösen Planungsspiele zulasten der Bodenseelandschaft . Etwas aktueller steht in einer Landtagsdrucksache Ende 2001 über die Umfahrungen Markdorf und Bermatingen : „… Da es sich bei den Umfahrungen um Trassen handelt, die nicht in erster Linie dem gemeindlichen Verkehr dienen, sondern vielmehr überregionale Verkehrsflüsse im nördlichen Bodenseeuferbereich lenken, ist eine Finanzierungsübernahme der kommunalen Anteile durch das Land Baden-Württemberg schon von der Sache her begründet.“ Aktuelle Konsequenz Ende Jan. 2008 : mit einem Teil des „Straßenbau-Impulsprogrammes“ der Landesregierung für die OU-Bermatingen/Neufrach in Höhe von 11 Mio € will man jetzt anscheinend mit der Brechstange diese Hinterland-Trasse durchsetzen.
Bei der Hinterlandtrasse handelt es sich um die folgende Linie : B31neu (FN-West) - neue, bahnparallele Ortsdurchfahrt Kluftern – Südumfahrung Markdorf – OU Bermatingen – Süd- und Nord-Umfahrungen Salem-Neufrach – Nordumfahrung Salem-Stefansfeld mit Start südlich Weildorf – und neu beginnend vor Rickenbach zur L200 mit Anschluss an die B31neu beim Andelshofer Weiher/Kogenbach ( auch letztere im Regionalplan bereits erwähnt ).
Die Hoffnung der B31-Anlieger auf eine Entlastung der seenahen B31-Route durch die Hinterland-Trasse kann übrigens - ganz entgegen der Erwartung – aus folgendem Grund nicht erfüllt werden : weil die B31 als überregionale Transit-Verbindung der Autobahnen A81 und A96 immer voll bleiben wird, wird sich mit einer Hinterland-Trasse der Anteil des Schwerlastverkehrs auf der B31 erhöhen. Die regional Kundigen erreichen über das Hinterland schneller ihre Ziele. Verständlicherweise ergibt sich daraus eine Veränderung im Spektrum der KFZ-Zusammensetzung auf der B31 mit gravierenden Folgen für die Anlieger ( Lärm, Abgasmengen, Stau ; sinkende Attraktivität für Touristen usw.).
In dem Zusammenhang ist es auch von Interesse, daß im Pro und Kontra zur Bermatinger Ortsumfahrung im SK vom 1.3.08
Prof. Jany nur als Bermatinger Gemeinderatsmitglied und Rektor der FH-RV vorgestellt wurde. Aber er ist ab Sommer 08 der Chef der IHK Weingarten - mit dieser Kenntnis liest sich sein Betrag doch ganz anders !
am 13.03.2008
um 16:40 Uhr
Zitat:
Die Hoffnung der B31-Anlieger auf eine Entlastung der seenahen B31-Route durch die Hinterland-Trasse kann übrigens - ganz entgegen der Erwartung – aus folgendem Grund nicht erfüllt werden : weil die B31 als überregionale Transit-Verbindung der Autobahnen A81 und A96 immer voll bleiben wird, wird sich mit einer Hinterland-Trasse der Anteil des Schwerlastverkehrs auf der B31 erhöhen.
Aeh ? Weil eine 2te Trasse zwishcne den Autobahnen dann zur Verfügung steht erhoet sich der Schwerverkehr auf der B31 ?????? Erlären Sie mir das doch bitte genauer.
Zitat:
Die regional Kundigen erreichen über das Hinterland schneller ihre Ziele.
Perfekt: geben Sie mir bitte eine vernünftige Pendlerroute überlinegn-FN und zurueck an.
ich weiss nicht…..Ich bin 1. aktiver Umweltschuetzer und 2. absolut kein freund von Umgehungsstrassen……aber: Es kann doch nicht sein das eine der Hauptachsen (Ost-West) von BW durch Hagnau und FN Innenstadr führt……..einschliesslich dem gesamten Touristenverkehr, von denen ja auch das Hinterland profitiert. Wenn ich denke das dafuer schon zu Münschens Olympischen Spielen eine Loesung fertig sein sollte habe ich Traenen in den Augen. Aber was solls: Auf der B31 ist absolutes Chaos…man sollte mal den Laerm und Dreck bedingt dirch reglemaessige Staus und Unfaelle oekologisch gegenüber einer Hinterlandtrasse stellen…waere sehr interessant was dabie herauskäme. Die Diskussion über die B31 ist grausam: Keine will eine neue Strasse bei sich haben…..menschlisch verstaendlich, aber ist es ok dafuer eine gesamte Region, eine der schoensten Deutschlands, ins absolute Verkehrschaos rennen zu lassen ? Vor allem unter dem Deckmaentelchen der ökologie…….nach meiner Meinung stehen hier, wenn aich verstaendlich, meist private Interessen im Vordergrund.
Das hier die Landesregierung schlaeft weiss doch jeder, die OST-West-Planung in BW ist komplett sch…….und das weiss auch jeder…fragt mal die Schwarwaelder wa sich da alles von Basel und Freiburg durch/über Rheintal, Hoellental und Feldberg quaelt…..aber ganz ehrlich: Welcher Politiker setzt sich den für ein Vorhaben ein wenn bei jedem Ansatz für eine Loesung sofort x-tausend Einsprueche eingelegt werden ? Da git es andere projekte die die Bevölkerung auch geschlossen will…….
ich würde mir wünschen das mehr an das Allgemeinwohl gedacht und konstruktivere Vorschlaege kommen………es gibt x-Gruende warum welche Variante auch immer nicht gebaut werden soll……aber welcher Bürger stellt sich denn mal hin und schlaegt was vor um die dringend benoetigte Entlstung der Seetrasse zu erreichen ? Andere machen lassen und dann schinpfen ist doch sehr einfach……
Also los geht es: Wie soll denn der Verkehr, insbesondere Schwerverkehr Einschlisslöich der Autobahnanbidungen überlingen/Lindau/Ulm im grossraum Bodensee zum Wohle der ganzen Region laufen ? ich bin gespannt auf Vorschlaege……..
Ansonsten: Baut endlich eine der Varianten, egal welche moeglichst die ökologisch Sinnvollste, irgendein Dorf wird aber immer Maulen und sollte nach meiner Meinung im Zuge des Allgemeinwohls politisch überstimmt werden, sonst haben wir in 50 Jahren noich keine Loesung.
Gruss,
Shiraz
am 13.03.2008
um 17:04 Uhr
Zitat:
Aeh ? Weil eine 2te Trasse zwishcne den Autobahnen dann zur Verfügung steht erhoet sich der Schwerverkehr auf der B31 ?????? Erlären Sie mir das doch bitte genauer.
Genau…je mehr Trassen Sie dem Schwerverkehr (zudem noch völlig mautfrei) anbieten, umso williger (und zahlreicher) wird der Ost-West und West-Osttransitverkehr die Autobahnen meiden und hier durch unsere Bodenseelandschaft fahren anstatt die Autobahnen zu nutzen.LKW Verkehr, welcher hier im Bodenseeraum endet oder startet bekommen sie natürlich auch mit noch so vielen Straßen nicht beseitigt. Er muß auch sein, da er die Bevölkerung mit allem Lebensnotwendigen versorgt und der hiesigen Wirtschaft den Ab- und Antransport von Gütern ermöglicht. Es gilt den Transitverkehr durch unsere Bodenseelandschaft möglichst gering zu halten und dem öffnen sie mit weiteren neuen und gutausgebauten Straßen (möglichst noch ohne durch geschwindigkeitsreduzierte Ortschaften und Ampeln) nur die Schleusen.
Der PKW Verkehr wird in den nächsten Jahren so oder so stark abnehmen.Die immer stärker alternde und in ihrer Zahl noch schrumpfende Bevölkerung wird bei immer höheren Kosten rund ums Auto immer weniger PKWs haben und diese immer seltener bewegen.
Schon heute haben Messungen (keine wie auch immer gearteten Prognosen!) ergeben, daß der Individualverkehr beispielsweise im Großraum Stuttgart in den letzten Jahren um 4.4% zurück gegangen ist.
Als Pendlerroute würde ich Ihnen (als aktivem Umweltschützer) zwischen ÜBerlingen und FN sowie den Umstieg auf die Bahn empfehlen.
am 13.03.2008
um 21:07 Uhr
:O) Der Vorschlag mir der Bahn: Perfekt, so mache ich es auch wenn es mein beruf zulaesst….ist leider nicht oft der Fall…..entweder aus zeitlichen oder gepaecklichen Gruenden, soll es auch geben.
Zu dem anderen Punkt: Welche Mautpflichtige Route wird denn dann bitteschoen gemieden ?????? Von Stuttgart Richtung Lindau oder München faehrt bestimmt kein Laster über Singen und dann am See entlang, wuerde der Mehrzeitaufwand die Mautkosten beiweiten überschreiten. Nach meiner Meinung fehlt einfach überhaupt eine ALternative zu der Seeroute…..das hat das Land verschlafen und das muss dringend gerichtet werden.
Das in Stuttgart der Invidualverkehr zurueckgeht ist kein Wunder, in der Stadt geht ja auch gar nichts mehr und Sie hat ein sehr guter oeffentliches Netz…….im Gegensatz zum Bodensee wo ich nach 21:20 zB von Konstanz nicht mehr nach Uhldingen komme…na super….
Das der PKW Verkehr abnehmen wird…puh, wo haben Sie das denn her ? Ausgerechnet im Bodenseeraum mit Tourismus und den Grossfirmen mitten in den Innenstaedten ????? Und dann mir so goldenen Regeln wie bei zB MTU wo jeder der ein Firmenfahrzeug hat mit diesem zwingend zur Arveit fahren muss, auch wenn man nur 1-2 km weit weg wohnt……..und in einer zeit wo ab 18 der Besitz und gebrauch eines KFz absoluter Standard ist…..da nimmt der verkehr ab ? Da bin ich gespannt auf Nachweise.
Schlussendlich ist es doch so: Die Region ist gnadenlos überlastet und gegen jede Loesung wird Individualgemault…….auch bei Ihnen sehe ich leider keinen Loesungsansatz. Ist denn wirklich so wie es jetzt ist in Ihren Augen alles gut ???? Also nicht nur fuer Sie sondern fuer das Wohl der Region ? Alles so lassen wie es ist ? Im Sommer 2 Stunden von FN nach üb mit gigantischem Stau und Schadstoffaustoss direkt am Seeufer ? Was nicht zuletzt den Tourismus einflusst und damit auch Gelder von der region fernhaelt…….und wem es nicht passt soll halt Bahn fahren ? Weil ja auch jeder direkt am bahnhof wohnt und an einem eben solchen arbeitet ? Und es morgens natuelrich problemlos ist mit den x- Schuelern ein fahrad mit der bahn mitzunehmen fuer welches es keine Befoerderungsgarantie gibt ? Ist ja nicht so das ich schon so einiges probiert habe…..willkommen in der Realitaet….
am 14.03.2008
um 8:31 Uhr
Hallo,
sehr lobenswert, daß Sie, wann immer möglich, auf die Schiene überwechseln. Auch ich mache das, soweit es mir möglich ist und ich bin immer wieder überrascht, wie ungestresst man mitten in den Innenstädten ankommt, während der Fahrt noch arbeiten oder lesen konnte und sogar noch einen Kaffee genießen konnte ohne in der Hatz nach einem Parkplatz oder einem freien Platz im (sauteuren) Parkhaus zu sein. Leider, da haben Sie recht, geht das nicht immer.
Wer von Stuttgart nach München fährt wird so oder so die Autobahn nehmen.Das “A” und “O” für Logistiker ist der Faktor “Zeit” und “Termine” und er wird immer den Weg nehmen, welcher für ihn der schnellste ist. Mautkosten oder Benzinkosten sind bei einem 38 Tonner untergeordnete Dinge. Die eine Fahrt mehr, die er am Tag machen kann wenn er schnell seine Aufträge abarbeitet, überkompensiert hier Mehrkosten für Straße und Mensch. Es geht , wie ja bereits im vorigen Beitrag geschrieben, um LKW Transitverkehr von Ost(-europa) nach West (-europa, ) welcher sich für diesen Fall auch durch unsere Region drängt.
Für die Fakten “abnehmende Bevölkerung”, “Überalterung der Bevölkerung”, “steigende Lebenshaltungskosten (inkl.PKW) “, “abnehmende Zahl der PKW Neuzulassungen”,… empfehle ich z.B. jede Nachrichtensendung oder das “Statistische Bundesamt”. Auch die Vereinigung unabhängiger Verkehrswissenschaftler (und keine Lobbyisten!) haben hierzu interessante Beiträge veröffentlicht, welche ich Ihnen ans Herz legen kann (Googlen sie mal).
Was allerdings dramatisch zunehmen wird (die LKW Lobby spricht von +80% bis zum Jahr 2025!!!) is der LKW Schwerlastverkehr. Wollen wir wirklich mit gutausgebauten mehrsprurigen Trassen, daß unsere schöne Bodenseeregion Transitstrecke für immer mehr LKWs wird?? Jede neue Trasse, zudem wenn sie sogar noch Zeit spart und darüberhinaus mautfrei ist, ist sofort in jedem Navigationssystem für jeden Fahrer verfügbar und wird (natürlich) auch dankend angenommen. Kann man das wirklich wollen oder ist es hier nicht viel besser, für diesen Fall das noch bestehende Nadelöhr möglichst klein zu halten und Transitschwerverkehr aus unserer Region rauszuhalten? Fragen Sie mal in klassichen Transitländer wie Österreich oder die Schweiz, wie die unter dem LKW Verkehr leiden.
am 14.03.2008
um 8:54 Uhr
Hallo,
sehr lobenswert, daß Sie, wann immer möglich, auf die Schiene überwechseln. Auch ich mache das, soweit es mir möglich ist und ich bin immer wieder überrascht, wie ungestresst man mitten in den Innenstädten ankommt, während der Fahrt noch arbeiten oder lesen konnte und sogar noch einen Kaffee genießen konnte ohne in der Hatz nach einem Parkplatz oder einem freien Platz im (sauteuren) Parkhaus zu sein. Leider, da haben Sie recht, geht das nicht immer.
Wer von Stuttgart nach München fährt wird so oder so die Autobahn nehmen.Das “A” und “O” für Logistiker ist der Faktor “Zeit” und “Termine” und er wird immer den Weg nehmen, welcher für ihn der schnellste ist. Mautkosten oder Benzinkosten sind bei einem 38 Tonner untergeordnete Dinge. Die eine Fahrt mehr, die er am Tag machen kann wenn er schnell seine Aufträge abarbeitet, überkompensiert hier Mehrkosten für Straße und Mensch. Es geht , wie ja bereits im vorigen Beitrag geschrieben, um LKW Transitverkehr von Ost(-europa) nach West (-europa, ) welcher sich für diesen Fall auch durch unsere Region drängt.
Für die Fakten “abnehmende Bevölkerung”, “Überalterung der Bevölkerung”, “steigende Lebenshaltungskosten (inkl.PKW) “, “abnehmende Zahl der PKW Neuzulassungen”,… empfehle ich z.B. jede Nachrichtensendung oder das “Statistische Bundesamt”. Auch die Vereinigung unabhängiger Verkehrswissenschaftler (und keine Lobbyisten!) haben hierzu interessante Beiträge veröffentlicht, welche ich Ihnen ans Herz legen kann (Googlen sie mal).
Was allerdings dramatisch zunehmen wird (die LKW Lobby spricht von +80% bis zum Jahr 2025!!!) is der LKW Schwerlastverkehr. Wollen wir wirklich mit gutausgebauten mehrsprurigen Trassen, daß unsere schöne Bodenseeregion Transitstrecke für immer mehr LKWs wird?? Jede neue Trasse, zudem wenn sie sogar noch Zeit spart und darüberhinaus mautfrei ist, ist sofort in jedem Navigationssystem für jeden Fahrer verfügbar und wird (natürlich) auch dankend angenommen. Kann man das wirklich wollen oder ist es hier nicht viel besser, für diesen Fall das noch bestehende Nadelöhr möglichst klein zu halten und Transitschwerverkehr aus unserer Region rauszuhalten? Fragen Sie mal in klassichen Transitländer wie Österreich oder die Schweiz, wie die unter dem LKW Verkehr leiden.
am 14.03.2008
um 9:41 Uhr
Hallo,
sehr lobenswert, daß Sie, wann immer möglich, auf die Schiene überwechseln. Auch ich mache das, soweit es mir möglich ist und ich bin immer wieder überrascht, wie ungestresst man mitten in den Innenstädten ankommt, während der Fahrt noch arbeiten oder lesen konnte und sogar noch einen Kaffee genießen konnte ohne in der Hatz nach einem Parkplatz oder einem freien Platz im (sauteuren) Parkhaus zu sein. Leider, da haben Sie recht, geht das nicht immer.
Wer von Stuttgart nach München fährt wird so oder so die Autobahn nehmen.Das “A” und “O” für Logistiker ist der Faktor “Zeit” und “Termine” und er wird immer den Weg nehmen, welcher für ihn der schnellste ist. Mautkosten oder Benzinkosten sind bei einem 38 Tonner untergeordnete Dinge. Die eine Fahrt mehr, die er am Tag machen kann wenn er schnell seine Aufträge abarbeitet, überkompensiert hier Mehrkosten für Straße und Mensch. Es geht , wie ja bereits im vorigen Beitrag geschrieben, um LKW Transitverkehr von Ost(-europa) nach West (-europa, ) welcher sich für diesen Fall auch durch unsere Region drängt.
Für die Fakten “abnehmende Bevölkerung”, “Überalterung der Bevölkerung”, “steigende Lebenshaltungskosten (inkl.PKW) “, “abnehmende Zahl der PKW Neuzulassungen”,… empfehle ich z.B. jede Nachrichtensendung oder das “Statistische Bundesamt”. Auch die Vereinigung unabhängiger Verkehrswissenschaftler (und keine Lobbyisten!) haben hierzu interessante Beiträge veröffentlicht, welche ich Ihnen ans Herz legen kann (Googlen sie mal).
Was allerdings dramatisch zunehmen wird (die LKW Lobby spricht von +80% bis zum Jahr 2025!!!) is der LKW Schwerlastverkehr. Wollen wir wirklich mit gutausgebauten mehrsprurigen Trassen, daß unsere schöne Bodenseeregion Transitstrecke für immer mehr LKWs wird?? Jede neue Trasse, zudem wenn sie sogar noch Zeit spart und darüberhinaus mautfrei ist, ist sofort in jedem Navigationssystem für jeden Fahrer verfügbar und wird (natürlich) auch dankend angenommen. Kann man das wirklich wollen oder ist es hier nicht viel besser, für diesen Fall das noch bestehende Nadelöhr möglichst klein zu halten und Transitschwerverkehr aus unserer Region rauszuhalten? Fragen Sie mal in klassichen Transitländer wie Österreich oder die Schweiz, wie die unter dem LKW Verkehr leiden.
am 14.03.2008
um 10:46 Uhr
Gut….jetzt haben wir aber noch immer keine Lösung fuer das aktuelle Problem: Die Region IST überlastet. Werden die Laster weniger wenn man nichts macht ? nein, Sie pressen sich halt trotzdem durch FN Innenstadt…..Ihr Vorsclag ist also einfach abwarten bis die Fahrzeige warum auch immer von alleine weniger werden ? Das ist in meinen Augen eine reine Vogel-Strauss-Taktik….
Die Sache mit dem Schwerverkejr muss doch eh geregelt werden, dazu brsucht es 1. vernünftige Routen die dieser Nutzen kann. und 2. halt Zu den mautstrecken au der anderen Seite auch Fahrverbote um das ausweichen zu verhindern. Das die Politik das nicht versteht ist ein Armutszeugniss.
Auf der anderen Seite muss sich auch jeder selber an die nase fassen: Durch die heutige geiz-Ist-geil mentalitaet werden ja auch die Transporte immer mehr, würdeman auch heimische produkte zuruechreifen würde das einiges ausmachen. Nur wenn es an den eigenen geldbeutel geht sieht die Wlt oft wieder anders aus. Bei der heutigen Abgabenlast koennen viele, gerade junge Familien ja auch gar nicht anders………und denn mithalten zu koennen lager heimiche Unternehmen isn Auland aus womit die Beschaeeftigung und damit die Steuereinahmen sinken was wiederum zu hoeheren Abgaben jener welche noch Arbeit habe und weiterer Mehrbelastung durch unser Sozialsystem führt………und damit wieder die kaufkraft senkt was die menschen zu billigen auslaendischen Angeboten greifen laesst……..uswuswuswu…….ist ja nicht so das dieser Kreislauf nicht bekannt waere…….aber solange jeder, inbesondere jeder Politiker, nur an sich selber und sein persoenliches Wohlergehen denkt. Auch Vogel-Strauss-Taktik: Ich mach was ich will, hauotsache mir geht es gut und alles was dieses System veraendern will ist schlecht und wird bekämft…..Status Quo halten…….das ist doch genau die Einstellung die nicht bewirkt ausser Stillstand. Das koennte man sich vieleicht nch leisten wenn alles 100% iO waere……..um zu sehen das dies aber nicht der realitaet entspricht muss der Vogel halt nur mal den Kopf aus dem Sand nehmen…….
Aber man könnte ja auch mal mit kleinen Dingen anfangen, zB Die Fussgaengeampel in Hagnau durch eine Unterführung ersetzen, alleine das würde schon kilometerlange Staus vermeiden. Für diises Projekt würde ich sogar kostenlos meine Arbeitsleistung zur verfügung stellen, das waere mir die region wert !
am 14.03.2008
um 14:33 Uhr
Die Alternative zur Bodensee-Transit-Schwerverkehrsroute
( Ein Auszug unserer Denkschrift als Antwort an Shiraz ) :
” Es gibt bereits eine „Transit-Hinterlandtrasse aus Bundesstraßen“. Es ist die B31 ab Freiburg, vorbei an Donaueschingen, die A81 kreuzend über die Bundesstrassen B311/B312 nach Ulm/Memmingen. Diese Linie ist mit der B31-Bodensee-Route Bestandteil der Koalitionsvereinbarung zwischen CDU und FDP im Land. Sehen Sie doch mal auf eine Karte, die mehr als den Bodenseekreis zeigt und treten innerlich drei Schritte zurück : wo wird ein verantwortungsbewußter Verwaltungsbeamte oder Verkehrspolitiker das knappe Geld einsetzen? In den Ausbau eines vorhandenen Straßenzuges oder in die noch nicht einmal baureif geplanten und bei den Verwaltungsgerichten ausgestrittenen Neubau-Trassen des Bodenseekreises ? Die Fakten sprechen für sich. Dieser Straßenzug wurde und wird kontinuierlich und zügig ausgebaut ( z.B. die Wanderbaustellen zur Dreispurigkeit der B31, die zwei Dögginger B31-Tunnel und der aktuelle Baubeginn eines die B311 und B14 bündelnden 950m-Tunnels im Süden von Tuttlingen plus weitere Ortsumfahrungen auf dieser Linie ). Leider leiten die Navigationssysteme unkundige Fernreisende und die Transitfracht ab Engen immer noch weiter nach Süden auf die oft überlastete B31 am Bodensee entlang. Es geht in unserer Argumentation hier nicht um den berüchtigten St. Florian ( „… schon´ mein Haus, zünd´ andere an“.), sondern um einen zu favorisierenden West-Ost-Korridor für eine solche Trasse zwischen Freiburg und Memmingen, den schon 1992 eine von unseren vier Regionalverbänden in Auftrag gegebene Studie von Bender&Stahl, Stgt. beschrieb, als die Bodenseeautobahn A98 endgültig zugrabe getragen war.”
Nicht als Zynismus gedacht : das bisherige Straßenbaumoratorium als Fortschreibung ist für die Landschaft des Bodenseekreises die größtmögliche Wohltat.
Wenn der Bürger seinen Politikern endlich mal kräftig vor das Schienbein tritt, kommen die vielleicht auf die Idee, hervorragende ÖPNV-Modelle anderer Regionen zu studieren. Da könnten sie z.B. beim europaweiten Vorzeigeprojekt von Vorarlberg anfangen. Neben dem LKW-Verkehr ( s.o. ) sind es u.a. die PKW-Pendler, die zu den Verkehrsspitzen führen.
am 18.03.2008
um 9:13 Uhr
Die von Herrn Jürgensmeyer oben eingestellte Grafik zeigt erschreckend eindrucksvoll und überdeutlich, daß es hier nicht (wie dem unbedarften Bürger von Gemeinde und Bürgermeisterseite gerne weißgemacht) um die Entlastung der Dörfer und Vororte von Teilen des Durchgangsverkehr geht, sondern daß unter bewusster Vorspiegelung falscher Tatsachen ganz offensichtlich um eine großangelegte Verkehrsverlagerung weg von der seenahen B31 ins Hinterland geht.
Nachdem die B31 neu wohl auch in den nächsten Jahrzehnten nicht realisiert werden wird (Aussage MdB Schockenhoff) und immer wahrscheinlicher den Weg gehen wird, den die “Bodenseeautobahn” vor Jahren bereits genommen hat, soll hier durch die Hintertür eine Hinterlandtrasse zur bestehenden B31 durchgeboxt werden. Dies müssen sich alle Bürger klar machen, welche den äußerst schlichten und wohlfeil klingenden Argumenten ihrere Befürworter bislang gedankenlos und bereitwillig auf dem Leim gegangen sind.
Falls dieses Szenario Wirklichkeit werden sollte, werden lediglich wenige direkte Anwohner der Durchgangsstraßen vielleicht um ein paar hundert Autos täglich entlastet.Gleichzeitig müssen sie sich aber ALLE im Klaren sein, daß sie sich dies mit mehreren tausend oder gar zehntausend PKW/LKW täglich erkaufen, welche oft nur 100m entfernt mit 100km/h durch wunderschöne Auen-/Wiesenlandschaften (Natur- und Wasserschutzgebiete!) und Wälder hindurchrauschen und hierbei ein Vielfaches an Lärm, Luftverschmutzung und Feinstaub für ALLE produzieren
Kann das irgendjemand ernsthaft wollen?
am 18.03.2008
um 10:03 Uhr
Man kann doch nichts machen, was wieder die selbsternannten Umweltschützer, Verkehrsgegner, Bedenkenträger, Verhinderer, Fortschrittsverweigerer und Verschwörungstheoretiker auf den Plan ruft. Am unerträglichsten sind die “Experten”, die überall reinquatschen, ohne den Hauch einer Ahnung zu haben.
Alle schimpfen, daß Verkehrsprojekte 20, 30 Jahre brauchen, um gebaut zu werden. Kein Wunder, wenn ich dieses lächerliche Antigefasel da oben lese.
Eines noch für die Naivlinge, die immer noch daran glauben, Verkehr durch Repressalien steuern zu können: Das ist eine Illusion, die lediglich nich von einigen unbelehrbaren Altökos und dummen Politikstudenten geglaubt wird.
am 18.03.2008
um 13:35 Uhr
@K. Küpfer
Natürlich geht um eine grossangelegte Verkehrsverlagerung weg von der B31 und um eine Hinterlandtrasse…….und was um Himmelswillen ist daran falsch ? Das sit genau das was die region (leider) braucht, die Alternative waere 1. eine Reduzierung der Schwerverkehrs und 2. den bau eines vernünftigen öffentlichen Netzes, und wer glaubt bittschoen daran ? Also doch St. Florian………soll sich der Verkehr doch weiterhin direkt am See entlang durch die Doerfer quetschen…..das dabei um einiges mehr Laerm und Abgase entsheen als auf einer Hinterlandroute auf welcher zuegig gefahren werden kann wird natuelich unter den berümten Tisch fallen gelassen…….
Sicher, wir machen noch ein paar Ampeln und 30er Zonen mehr und schon fahren weniger Lastwagen….ganz bestimmt…..
Nicht gegen 30 Zonen in Wohngebieten, bei Schulen usw……aber auch Durchgangsstrassen ? Wenn man mal richtig misst bringen diese durch das Bresmen und beschleunigen noch mehr Laerm und Abgase als es ohne diese waeren……
Schade halt das jeder nur bis vor die eigene Haustür denkt….
am 18.03.2008
um 19:39 Uhr
Außer das wir über die Notwendigkeit dieser Ausweichroute gänzlich unterschiedlicher Ansicht sind, ist prinzipiell nichts falsch.
Aber dann lasst uns das Kind doch zukünftig beim Namen nennen…Warum lässt man Bürger von Salem, Bermatingen, Markdorf und Kluftern in dem Glauben, es geht hier alleine um Umfahrungen Ihrer Dörfer und lässt sie in Bürgerentscheiden lediglich darüber abstimmen?? Warum behaupten alle Politiker gebetsmühlenartig, daß es bei dem Ortsumfahrungen gerade nicht um die Hinterlandtrasse zur B31 geht sondern man den Anwohnern der beteiligten Dörfer und Gemeinden lediglich etwas Gutes tun möchte, indem man sie von kleineren Teilen des Durchgangsverkehrs befreien möchte?
Warum spielt man mit geschönten und viel zu niedrig angesetzten Kosten für die “Umfahrungen”.
Was am meisten stört ist die Scheinheligkeit und Rosstäuscherei, mit der die Herren MdL Müller und Zeller, Bürgermeister, die Initiative B31 neu u.a. hier ohne mit der Wimper zu zucken lügen um Ihre Interessen durchzudrücken.Dies macht man weil man genau weiß, daß man für den eigentlichen Plan in der bevölkerung eben keine Mehreit erhält. Warum gibt man den Bürgern nicht alle relevanten Informationen und hält mit dem Wesentlichen hinterm Berg? Sagt doch den Leute: Ja, wir wollen die Probleme mit der B31 auf Eurem Rücken und vor Eurer Haustür lösen. Die Kette der Ortsumfahrungen dient tatsächlich der Entlastung der B31.
…und dann lasst die betroffenen Bürger mal vor diesem Hintergrund entscheiden und beugt Euch diesem Votum, wie immer es ausfällt.
@ Shiraz…Vielleicht schauen Sie sich die Geschichte mit dem heiligen St.Florian nochmal genauer an, bevor sie sie falsch anwenden.
Es sind, wenn überhaupt, die Anlieger der -DERZEITIGEN- Trassenführung, welche sich ihrer Probleme vor der Haustür anderer entledigen wollen und somit “anderer Leuts Häuser” anzünden möchten. Wir sind ganz gegen den neuen Trassenbau und somit auch gegen den Bau vor anderer Leuts Häuser.Der haltlose und inhaltlich falsche Vergleich verfehlt somit gleich in mehrerlei Hinsicht seine eigentliche Wirkung.
am 18.03.2008
um 20:18 Uhr
Was das Verhalten der Politiker betrifft: 100% Zustimmung.
Was den Florian betrifft: Seien Sie versichert das ich als langjaehriger Oberministrant mich damit auskenne.. :o)
Aber: Es ist nicht ein Problem der Anwohner der jetzigen B31, es ist ein Problem der ganzen Region, und so, mit einem grossen Blickwinkel, muss es auch geloest werden. Somit ist mein Zitat werde haltlos noch inhaltlich falsch: Da sich am Verkehr nichts aendert lassen Sie durch ihre aktive Ablehnung die jetzige Route im entgültigen Chaos versinken…..aber das Sie ja die Notwendigkeit einer weiteren Trasse bezweifeln rede ich ja eh gegen Windmühlen. Das heisst also auf der jetzgen Trasse ist alles toll !!!! Aeh ? Ich gehe davon aus das Sie diese Route so gut wie nie nutzen ?
Das die B31 entlastet weden muss ist nu mal Realitaet und kann nicht mit welchen Argumenten auch immer wegdiskutiuert werden. Was soll also die Loesung sein ? Eine Trasse noch weiter im Hinterland wie von einem Vorschreiber vorgeschlagen ? Von mir aus, los geht es…..nur die Anwoner dort argumentieren mit den Gleichen Worten wie Sie…..was ier laeuft ist eine reine Vogel-Strauss-Taktik…..und was da aufder B31 pssiert gehtmich ja nix an……wohne ja nicht da……au man…..ich finde es toll wenn man sich fuer etwas einsetzt, noch besser wenn dabie etwas gutes fuer die natur herauskommt, aber dabei darf man vor der realitaet doch nicht die Augen verschliessen ? Wie sieht alsi ihr Loesungsvorschlag aus ? Aber bitte etwas realistisches, ich würde auch gerne 50-80% der Schwerverkehrs und jener die sogar zum broetchenholen mit dem Auto abfahren abschaffen…..an letzteren bin ich dran, zumindest nach meinen Moeglichkeiten, der erste Punkt wird schwierig solange keine politischen Moeglichkeiten ausgeschüpft werden. Und dann ? Auf die Bahn ? Tolle Sache wenn dieser Laden es ml schaffen würde witschaflich interessante Angebote zu machen…..
Um etwas Bewegung in die festgefahrene Diskussion zu bringen sehen Sie hier Informationen zur ehemals geplanten Autobahn in Ihrem Bezirk:
Lage der Trasse der Autobahn 98 Singen-Lindau:

Geschichtlicher Zusdammentrag:
am 19.03.2008
um 12:11 Uhr
Und was bewegt das nun ? Zeigt nur auf was alles wissen: 30 jahre sinnlose Diskussion ohne Loesung weil keder nur vor der eigenen Haustuere kehrt……..soll der See doch im Chaos ersticken……
am 19.03.2008
um 13:45 Uhr
Immerhin zeigt das auf, daß die Hinterlandtrasse im westlichen Bodenseebereich auf exakt der gleichen Trasse verlaufen soll, die vor 30 Jahren wegen absoluter Umweltunverträglichkeit beerdigt wurde…
An disem Umstad hat sich logischerweise bis heute nichts verändert und wird es auch nie, wie auch…
Als erstes sollte einmal die Frage geklärt werden, ob wir den auch zukünftig zunehmenden Schwerlasttransitverkehr hier wollen oder ob wir ihn weiter auf die Autobahnen zwingen, indem wir hier eben keine zeit- und kostensparenden Direktverbindungen durch unsere Region bauen und das Nadelöhr weiterhin möglichst klein halten.
Zudem ist die Gleichung “Mehr Verkehr = Mehr Straßen” ungefähr so stupide wie auf mehr Verbrechen mit mehr Gefängnissen zu reagieren….in beiden Fällen gilt es der aktive Vermeidung den Vorzug vor der Reaktion zu geben.
Ja, auch ich saß schon Sonntag nachmittags vor Überlingen im Rückstau vor dem Andelshofer Kreisel oder war zu Messezeiten um FN unterwegs und habe mich geärgert…trotzdem lass ich mich lieber 2 mal im Jahr eben 5 oder 10 Minuten später daheim ins Sofa plumpsen als das Hirn auf Sparflamme zu schalten und nur nach neuen Straßen zu rufen.Mit neuen Straßen wird lediglich weiterer Verkehr induziert, den ja wohl keiner ernsthaft hier haben will. Wieso soll unsere wunderschöne Region ost- oder westeuropäischen Spediteuren diesbezüglich entgegenkommen und Transitstrecken für den schnellen und kostenfreien Durchgangsverkehr anbieten. Da der Individualverkehr in den nächsten Jahren sowieso weiter abnehmen wird und dies spürbar bereits heute tut, wo liegt dann hier der Nutzen für uns Bodenseeanwohner?
am 19.03.2008
um 14:05 Uhr
Und der Misstand, daß starker Verkehr direkt durch westliche und nördliche Teile von FN fliesst, kann logischerweise nur in FN selbst gelöst werden.
Wieso kann nicht generell einem Ausbau vorhandener Strecken und der Beseitigung von so offensichtlichen Hindernissen und Fehlplanungen wie beispielswiese dem gänzlich idiotischen Kreisel in Andelshofen oder der ebenso sinnlosen und stauproduzierenden Busampel am St.Elisabeth in Friedrichshafen (die der Initiator und damalige Befürworter, der gute Herr Hornung, bis heute immer noch verteidigt anstatt zuzugeben, daß er hier (wie auch sonst meist) unglaublich daneben lag) den Vorzug vor Neubau gegeben werden? Bereits heute ist die Bodenseeregion (nach den Ballungsräumen Stuttgart und Karlsruhe/Mannheim) die Region mit der höchsten Dichte an zugepflasterter und zementierter Natur..müssen wir hier unbedingt noch aufschliessen?
am 19.03.2008
um 14:29 Uhr
Für alle Interessierten hier mal die Homepage der “Unabhängigen Verkehrswissenschaftler”
[url=http://www.verkehrswissenschaftler.de/index.htm[/url]
Keine Lobbyisten, welche Ihr Gehalt in Teilen von Hochtief, Bilfinger und Berger oder von staatlich finanziertem Straßenbau wirtschaflich profitierenden Unternehmen sondern seriöse und unparteiische Wissenschaftler, welche sich objektiv und mit rein wissenschaftlichem Ansatz der Thematik widmen.
am 19.03.2008
um 15:12 Uhr
Zitat:
“Als erstes sollte einmal die Frage geklärt werden, ob wir den auch zukünftig zunehmenden Schwerlasttransitverkehr hier wollen oder ob wir ihn weiter auf die Autobahnen zwingen, indem wir hier eben keine zeit- und kostensparenden Direktverbindungen durch unsere Region bauen und das Nadelöhr weiterhin möglichst klein halten.”
Bitte um Beantwortung folgender Fragen:
1. Welche Autobahn ?
2. Wo hat das mit dem Nadeloehr jemal funktioniert ?
Zitat:
“Zudem ist die Gleichung “Mehr Verkehr = Mehr Straßen” ungefähr so stupide wie auf mehr Verbrechen mit mehr Gefängnissen zu reagieren….in beiden Fällen gilt es der aktive Vermeidung den Vorzug vor der Reaktion zu geben.”
Prizipiell ja, aber Mehr Verkehr = Augen zu und Chaos zulassen kann die Loesung gewiss nicht sein.
Zitat:
“Ja, auch ich saß schon Sonntag nachmittags vor Überlingen im Rückstau vor dem Andelshofer Kreisel oder war zu Messezeiten um FN unterwegs und habe mich geärgert…trotzdem lass ich mich lieber 2 mal im Jahr eben 5 oder 10 Minuten später daheim ins Sofa plumpsen als das Hirn auf Sparflamme zu schalten und nur nach neuen Straßen zu rufen”
Dann sind Sie Gluecklich. Glauben Sie ernsthaft das ich wgen 5-10 min, auch wenn dies taeglich waere nach einer neuen Strasse rufen würde ?
Wenn man aber aus beruflichen gruenden oft mit dem Auto penden muss uns das im Sommer jeweils bis zu 2 Stunden ausmacht ist das wohl eine andere Blickweise…..ich würde gerne draussen Gruenen wohnen und die B31 nur 2-3 mal /Jahr nutzen muessen……und ebensogenr würde ich lieber diese 2-3 Stunden mit meinem Familie verbringen…….
Ich schlage vor Sie fahren jetzt gerade an Ostern mal zu Berufpendlerzeiten von Meersburg nach Tettnag und zurueck…..im Sommer ist es noch schlimmer, da geht mit den zusaetzlichen Touristen eh nix, dis Fischbach ist Stillstand, ab Immenstadt bis hagnau ist wegen dieser Fussgaengeramel dicht (wo man seit Jahren schon mal eine Unterrfphrung bauen koennet) und selbst wenn frei ist faehrt weil ser See ja so schoen ist sowieso eine mit 40 Maximalgeschwindigkeit……und Sie wollen das Nadeloehr verkleinern ?
Verstehen Sie mich richtig: Ich verstehen und akzeptiere Ihre Argumente, aber Sie sind was den Status Quo anbelnagt einfach absolut unrealistisch. Ich muss mir keine Statiskiten von wem auch immer ansehen wenn Ich nahezu tagtaeglich die Erfahrunge selber machen kann und somit mein Wissen aus erster hand habe…..nur weil dann jemand schreibt das es anders ist wird es dewegen nicht wahrer…
am 21.03.2008
um 12:20 Uhr
Sinnvoller wäre doch die neue Entlastungsstraße gleich 1-spurig oder gar 4-spurig auszubauen um beiderseits die Unfallgefahr extrem
herunterzusetzen, weil Überholvorgänge nicht über die Gegenverkehrsspur realisierbar sind !
am 21.03.2008
um 14:42 Uhr
Wem gehören die Flächen, über die die Entlastungsstraße gebaut werden
soll ? Haben die Grundstückseigentümer denn keine Möglichkeit gegen die Enteignung vorzugehen ? Entwickelt sich das Bauprojekt ähnlich wie die geplante Bundes - Bodensee - Autobahn, weil ja der Verlauf dem der Entlastungsstraße frappierend ähnlich gleicht !
Meinen Informationen zufolge werden hochwertige Böden mit Bodenwertzahlen (BWZ) in Höhe von 70 verbraucht, die für landwirtschaftliche Zwecke für immer nicht mehr zur Verfügung stehen.
am 24.03.2008
um 18:36 Uhr
Das ist nett, daß uns Herr Kübelmoser von offizieller Seite die “Linie der Bodenseeautobahn” aus den 70er Jahren zusätzlich zur “Hinterland-Trasse aus verknüpften Ortsumfahrungen” vom Südkurier-Archiv aus dem Vorfeld der Bürgerentscheide eingestellt hat. Auch das dient der Information. Außerdem ist es gut, wenn sich die Stuttgarter Volkes Stimme von vor Ort anhören. Die kommt m.E. auf den offiziellen Kanälen nicht ausreichend gewürdigt ´rüber. Aktuelles Beispiel war wieder der Besuch von Frau Staatssekretärin Roth aus dem Bundes-Verkehrsministerium im Bodenseekreis. Hier sollte Einigkeit der Region zum Straßenbau signalisiert werden, obwohl sich dazu noch nicht einmal die Bürgermeister-Rige einig ist.
Wir Dauer-Diskussionsteilnehmer sollten uns hier etwas zurücknehmen, damit sich andere nicht majorisiert fühlen, mitdiskutieren und damit ein repräsentatives Bild vom Pro und Kontra vermittelt wird. Ich möchte mich deshalb auf weniger bekannte Gesichtspunkte beschränken. Die Zeit der Planfeststellungen wird noch heiß genug.
Hier z.B. ein Bild vom Zorn eines hoch Betroffenen : Anläßlich von Frau Roth´s ernüchternden Äußerungen gegenüber den Straßenbaufreunden zur “Bündelungstrasse P 7.5″ und zur Vorfinanzierung einer noch nicht einmal baureifen B31 FN-west wollte ich die Einschätzung von Hagnau´s Bürgermeister Blümke zu seiner fast aussichtslosen Situation erfragen und seine Alternativen ansprechen. Er war fast blind vor Wut auf die “Frechheit” unserer Vereinigten Verkehrsinitiativen der Bodenseeregion, ein fortgeschriebenes Straßenbau-Moratorium zu fordern. Ich wollte ihm keinesfalls Salz in die frische Wunde streuen, sondern fragen, ob er mir zustimmen kann, daß sich sein Schwerlastanteil auf der B31 erhöht, wenn sich der kundigere Regionalverkehr auf einer Hinterland-Trasse bewegen kann. Voller LKW´s wird er es werktags dort immer haben. Demnach können nach meiner Einschätzung die Seegemeinden gar kei Interesse an einer Hinterlandtrasse haben, weil sie außer erhöhtem Transitanteil nichts davon haben ! Aber ich werde gerne klüger dazu.
So bleibt dem Hagnauer Schultes als schwache Entlastung nur die B311 im Norden, die Ableitung auf die B33 bei Meersburg mit einem Molldite-Tunnel bei Ravensburg in Richtung A96 Wangen, eine scharfe “Ausweich”- Maut für den Bodensee-Transit ( die es leider noch nicht gibt ) und unser restriktives Verhalten gegenüber weiterem Straßen-Neubau.
Ich habe neulich in einigen Werktags-Stichproben auf der B31 zwischen 13 und 21% Schwerverkehr mit vielen ausländischen Kennzeichen gezählt. Das ist weit mehr als doppelt so viel, als auf Bundesstraßen angesetzt wird. Sagten uns Modus Consult´s Herren zu Zeiten der Bürgerentscheide Markdorf/Bermatingen nicht, es gäbe auf absehbare Zeit auf der B31 nur ca. 10% Durchgangsverkehr und LKW-Transit könne man vernachlässigen ? Gleichzeitig errechneten sie hohe Verkehrszahlen für das Hinterland im Sinne von Ortsumfahrungen - um nicht zu sagen, sie manipulierten. Diese Helden liefern u.a. den Straßenbauern das Futter zu weiterer Landschaftszerstörung. Wen wundert´s, wenn wir Bürgerinitiativen das ganze Planungsgerüst infrage stellen und anerkannt qualifizierte Verkehrsplaner fordern ?
am 24.03.2008
um 20:17 Uhr
Damit die sehr informativ aufgelistete Historie zur Bodensee-Autobahn nicht übersehen wird : der kleine Hinweis direkt unter der Karte beim Beitrag von Herrn Staatssekretär Kübelmoser vom 2008-3-18 als “Geschichtlicher Zusammentrag: Singen-Lindau” kann angeklickt werden und es erscheint dann Text ( ausgedruckt sind´s ca. 15 Seiten ).
Dem Südkurier sei Dank, daß er so konstruktiv zur Info beiträgt.
am 28.03.2008
um 0:02 Uhr
SWR3 ganz aktuell zum Thema Ortsumfahrungen :
Das Resümee zu Baden-Württembergs Ortsumfahrungen laut Bundesverkehrsministerium ( BMVBS ) heute Morgen im SWR3 lautet :
“Von 38 Baden-Württembergischen Bundesstraßen-Ortsumfahrungs-Projekten sind 20 ohne positiven Effekt und nur 12 Umfahrungen haben sehr gute Ergebnisse. Von 109 geplanten Ortsumfahrungen sind laut BMVBS in BW nur 14 sinnvoll. Die Halbierung der Lärmbelastung schafft keine Umfahrung.” Danke für diesen wichtigen Hinweis an Karsten.
Auch bemerkenswert dazu : MdL Ulrich Müller, früherer BW- Verkehrsminister aus dem Bodenseekreis mit gewichtiger Stimme in seiner CDU hat zu dieser Beurteilung seiner Straßenplanungen eine nicht unwesentliche Verantwortung. Macht er hier im Kreis jetzt “weiter so” ?
Die Straßenplaner müssen offenbar umdenken oder aber weniger auf Wünsche von Lokalpolitikern eingehen. Es gilt mehr denn je : für die Landschaft der Bodenseeregion wäre die Fortschreibung des real bestehenden Straßenbaumoratoriums außerordentlich wohltätig. Eine Mittelumschichtung zur Sanierung des bestehenden Netzes ist angesagt. Z.B. sind 33% der Landesstraßen im Bodenseekreis laut jüngster Info vom Innenministerium an MdL Zeller in schlechtem Zustand. Viel Arbeit für die Straßenbauer : denen ist es vermutlich egal, ob sie sanieren oder neu bauen - Hauptsache dauerhafte Arbeit.
Immer interessant auch für uns hier : “salemneu.suedblog.de” , sehen Sie doch da auch ´mal rein.
am 28.03.2008
um 6:42 Uhr
Der Bericht lässt sich auch auf der SWR3 Homepage abhören:
SWR3 Homepage
Einfach auf ” Anhören: Sinn und Unsinn von Umgehungsstraßen” im Feld “.: SWR3 Morningshow” klicken.
am 28.03.2008
um 8:49 Uhr
Interessant in diesem Zusammenhang auch
Wie wir hier erfahren, sind die Teilstücke der L205 zwischen Bermatingen und Neufrach sowie Neufrach und Salem ja erst in den letzten Jahren aufwendig saniert worden
Der Südkurier möge mir den letzten Verweis bitte verzeihen, aber die SZ ist hier einfach ausführlicher (beide Seiten lesen):
Hätte nicht gedacht, daß ich in meinem Leben nochmals einem Sozi bepflichten muß….
Für alle, die noch immer an die heilsbringende Wirkung von Ortsumfahrungen glauben, sei dieses Papier ans Herz gelegt…
94,8% (!!) (Quelle Bundesverkehrsministerium) aller erstellten Ortsumfahrungen zeigen “keine” oder nur “geringe” Entlastung und nur 5,2% zeigen hinsichtlich einer Verkehrsberuhigung “sehr hohe” oder “überragende” Bedeutung und erfüllen somit den in sie gesetzten Zweck…
19 von 20 OU sind somit ein Schuß in den Ofen! Wieviel deutlicher muß den handelnden Akteuren von Gemeinde, Politik und auch den Befürwortern solcher Projekte denn vor Augen geführt werden, daß man für wirkliche Lösungen zum Wohle aller schon ein paar mehr Synapsen verknüpfen muß als zum bloßen Schrei nach einer Ortsumfahrung ausreichen…
am 03.04.2008
um 13:44 Uhr
Tcha……und was hat das nun mit dem Thema zu tun ?
Das die allermeisten Umgehungstrassen totaler Bloedsinn sind weiss doch eigentlich jeder der sich mit dieser Materie beschaeftigt, und ich als belkenneder naturschuetzer habe oft genug mit dem Kopf geschüttelt und mich gewundert was da ins Land geballert wird.
Allerdings: was hat das mit der seit Jahrzehnten noetigen und durch Einzelinteressen immer wieder abgeblockten Entlastung der B31 zu tun ?
Es ist doch absoluter Nonsens auf andere Stellen zu zeigen mit dem Hinweiss: Da hat es nichts gebracht. Der einzige gemeinsamme nener hier bei ist: Es ist eine Umgehungsstrasse, was ist mal allen anderen Parametern ??????
Ich warte immer noch auf die Beantwortung meiner Fragen vom 2008-03-19 15:12:44, da kommt aber leider nicht von jenen welche so vehemennt gegen die Starsse wettern……..wo ist den die Alternative ??? Nur “Nein”-Unken ist definitiv zu wenig bei einem Thema was mehr als nur wichtig für die ganze Region ist.
Ich moechte hier Herrn Küpfer zitieren: “…daß man für wirkliche Lösungen zum Wohle aller schon ein paar mehr Synapsen verknüpfen muß als zum bloßen Schrei nach einer Ortsumfahrung ausreichen…”
Gut, das geht aber auch anderesherum: Nur NEIN schreien ist zuwenig was waere denn eine “wirkliche Lösung ” ??? Noch ein paar mehr 30er Zonen und Engpaesse, die LKW werden dann schon wegbleiben ?
man koennet ja zB auch die MTU, ZF auf Fa. Fischer aus FN in ein Randbebiet auslagern, der Erfolg waere auch nicht zu verachten……..das würde in vielen Punkten ökologisch Sinn machen, nur leider ausserhalb jeder Realitaet.
Diese Firmen planen aber ein neuen grossen parkaus in der Innenstadt anstatt Anreize zu oeffentlichen Verkerhsmitteln zu schaffen. Im Gegenteil: Zumindest bei MTU MUSS verpflichtend jeder der einen Firmenwagen besitzt (und das sind wegen superlbilligen Konditionen aus alten zeiten bei Daimler Chrysler) damit zur Arbeit gefhren werden, auch wenn man mit einem Fahrad schneller waere……….an solchen Punkten würde ICH gerne mal angreifen….
Unterm Strich: Die B31 ist dicht und die Staus und der Laerm auch ökologisch bedenklich, dann also mal her mit den Alternativen !!!!!
Meine meinugn ist bekannt: Wir brauchen eine Hinterlandroute, am besten gestern, auch wenn leider dadurch sicherlich stark in die natur eingegriffen werden muss…………
Man könnte natuerlich auch die B31 fuer lastwagen sperren…….oder mal auszaehlen wievile des verkehrs (mit pendlern) den nur von den grossen Firmen der Region bedingt ist. Tragen die einen Teil zur Problemloesung bei ? Einen Teufel werden die tun, streichen die Gewinne ein welche zu grossen teilen ins Ausland fliessen (siehe insbesondere Tognum). Wer nimmt den diese Firmen in die Pflicht ? Politisch keiner….da kommt dann wieder das Arbeitsplatzargument……und kein Politiker traut sich…..das im MTU Werk1 schon jetzt einige 100 Parkplaetze fehlen interessiert keinen…..nach meiner meinung muss sich eine Firma auch um die für Sie notwendige Infrastruktur kümmern……aber das wird ja immer anderen überlassen…….
Nichst gegen Kritik, ganz im Gegenteil, nur aus einer Diskussion kommen goldene Loesungen. Aber etwas Konrtuktivitaet wäre halt schon mal angebracht, eine Vogel-Strauss-Taktik hat noch nie etwas gutes hervorgebracht.
am 05.04.2008
um 12:37 Uhr
Eine ausgebaute „Hinterland-Trasse aus verknüpften neuen Ortsumfahrungen“ ist zur Entlastung der seenahen B31 nicht nötig, weil
1. Die seeferne Achse Freiburg-Tuttlingen-Memmingen-München bereits in Form des Bundesfernstraßenzuges B31-B311/312-A96 besteht.
2. Im seenahen Raum kann heute bereits wie folgt gefahren werden :
a) ab Überlingen Kogenbach/Andelshofer Weiher über die L200 – Knoten Lippertsreute L205 – Rickenbach – Stefansfeld – Neufrach –Bermatingen – B33 Markdorf nach Ravensburg bzw. über die K7742 Raderach oder L207 Kluftern nach Friedrichshafen ( und nach einigen diskussionswürdigen Arrondierungsmaßnahmen für den LKW-Verkehr ab Lippertsreute auch die geeignetere Strecke über Altheim – Weildorf – Neufrach-Nord – Bahnunterführung Gewerbegebiet Neufrach – Buggensegel/Ahausen – B33 Ittendorf-Nord – Markdorf nach RV bzw. über die L207 oder K7742 nach FN )
b) ab Unteruhldingen über die L201 nach Mühlhofen – Ortsanfang Mimmenhausen– K7760 Ahausen – Ittendorf – Markdorf nach RV bzw. FN
c) ab Stetten über die B33 nach Ittendorf – Markdorf nach RV bzw. FN
d) oder auch von Überlingen oder Unteruhldingen nach Salem über die L204 durch das Deggenhausertal nach RV oder Oberteuringen-FN
Damit sind westlich FN jederzeit temporäre B31-Entlastungen auf unterschiedlichen Routen bei Messespitzen, Unfällen und Reparaturarbeiten möglich.
Straßen haben wir übergenug ! Schonen wir lieber unsere Landschaft und optimieren mit klugen Arrondierungsmaßnahmen das vorhandene Netz. Denn sogar für dessen Status-Erhalt ist noch nicht einmal ausreichend Geld vorhanden.
Am 1.4.08 schrieb mir Staatssekretät R.Köberle MdL als Antwort auf meine Fragenliste vom 14.2.08 ( s.o. ) u.a. : “Hauptziele der Konzeption des künftigen Straßennetzes im nördlichen Bodenseeraum sind
- Ausbau vor Neubau
- größtmögliche Schonung von Erholungslandschaften
- möglichst geringe Inanspruchnahme von wertvollen landwirtschaftlichen Flächen” Nehmen wir den Chef der BW Straßenbauverwaltung doch beim Wort.
Eine nennenswerte Entlastung der seenahen B31 wird sich ohne verkehrslenkenden Eingriff beim LKW-Verkehr ( und da besonders beim LKW-Transit ) durch eine Hinterland-Trasse nicht einstellen. Diese Eingriffe bei Bundesfernstraßen sind zur Zeit nicht möglich. Im Gegenteil werden gut befahrbare Alternativrouten vom regionalen Ziel- und Quellverkehr genutzt und das Verhältnis zwischen PKW- und Schwerlastverkehr auf der B31 verschiebt sich zulasten des Schwerlastverkehrs. Die B31 bleibt immer stark befahren und die Anwohner werden durch mehr Transit-Schwerlastverkehr noch stärker belastet. Sie können kein Interesse an einer Hinterland-Trasse aus Ortsumfahrungen haben. Die entlastende vierspurige P7.5-Trasse von Überlingen nach Friedrichshafen ist nach allen offiziellen Daten weder in dieser Generation finanzierbar, noch ist sie u.E. überhaupt noch durchsetzbar.
Bob Jürgensmeyer, Bermatingen
Vereinigte Verkehrsinitiativen der Bodenseeregion ( VVB )
Aufruf zur Kampagne:
„400 x 100 Euro – für eine lebenswerte Bodenseeregion“
Die Bürgerinitiative “Pro Kluftern e.V.” hat das größte Schweizer Planungsbüro, die Rapp Trans AG in Basel, damit beauftragt ein unabhängiges Verkehrsgutachten zu erstellen. Der Auftrag lautet, den gesamten Planfall 7.5 von Überlingen bis Friedrichshafen auf den Prüfstand zu stellen. Mit den Ergebnissen aus diesem Gutachten glaubt der Rechtsanwalt von “Pro Kluftern”, auch genügend Munition gegen den in Aussicht gestellten Planfeststellungsbeschluss zur B31-Westumfahrung zu bekommen.
Die Klage von “Pro Kluftern” gegen den Planfeststellungsbeschluss wirkt sich damit unmittelbar auf ALLE Anwohner der “Hinterlandtrasse” aus! Darum sollten wir uns, schon aus Eigeninteresse, mit der Kampange von “Pro Kluftern” solidarisieren und den Spendenaufruf finanziell unterstützen.
Warum sollte gerade ich spenden?
Stellen Sie sich ganz einfach folgende Fragen:
Was ist mir der erholsame Spaziergang ins Grüne - direkt von der Haustüre weg - wert?
Was verliere ich wenn meine Immobilie auch nur 10% an Wert verliert?
Was ist es mir wert, nachts bei offenem Fenster zu schlafen?
Weitere Informationen und die Spendenkonten finden Sie auf der sehr informativen Homepage von “Pro Kluftern” unter:
Ein solidarischer Anwohner der Hinterlandtrasse!
am 09.04.2008
um 20:37 Uhr
Die Klage von “Pro Kluftern” gegen den Planfestellungsbeschluss unterstützen wir. Denn wir wollen nicht tatenlos zuschauen, wie unsere Lebensbereiche immer mehr eingeschränkt werden. Was auf uns “zurollt” mit der geplanten “Hinterlandtrasse”, dem geplanten Horror-Knoten, auch Spaltensteiner-Knoten genannt, sowie die geplante B31neu-Westumfahrung Friedrichshafens, kann man sich unschwer vorstellen. Die wenigen Naherholungsgebiete in Spaltenstein, zum Beispiel, der Eichenmühlenweg mit der idyllischen Brunnisach (auch noch ein letztes nicht zerstörtes Naherholungsgebiet der Fischbacher), sowie der Buchschachwald, werden von der geplanten B31neu gnadenlos zerschnitten. Viele schöne Landschaften fallen dem Straßenneubauwahnsinn zum Opfer und werden auf ewige Zeiten verschandelt bleiben. Neubau statt Ausbau ist die Devise der Obrigkeiten von Stadt und Land. Wir hoffen, dass Richter oder Richterin bei diesem Verfahren einen gesunden Menschenverstand besitzen und im Sinne der dort lebenden Menschen und zu Gunsten der Natur handeln.
am 18.04.2008
um 7:55 Uhr
am 18.04.2008
um 8:11 Uhr
Na also, da haben wir es doch….soviel zu den uns immer suggerierten Ortsumfahrungen als reine lokale Entlastungstrassen der Ortskerne vom Durchgangsverkehr.
Hier soll der Verkehr der B31 also in Teilen durch das SalemerTal geführt werden..so klar habe ich das von einem Politiker noch nicht gehört.Auch wenn ich den guten Herrn Zeller und seine Partei niemals wählen werde, möchte ich ihm hier doch für seine ehrlichen und klaren Worte danken.Bislang wurde das ja von Müller und Konsorten immer vehement bestritten.
Und da die B31 ja in den nächsten 30-40 Jahren nicht ausgebaut werden wird, haben wir diesen Verkehr dann dauerhaft vor unserer Haustür.Noch wahrscheinlicher ist, daß der Planungsfall 7.5 auf dem Weg zum Bau ganz steckenbleibt und der Status Quo dann (mit der Kette an Ortsumfahrungen) dann den B31 Verkehr ableitet….
am 18.04.2008
um 8:43 Uhr
Und was ist daran falsch ? Die B31 ist nun mal dicht und führt mitten durch diverese Orte……und eine Alternative gibt es, gerade für den Schwerverkehr nicht………die Industrie, Arbeitsplaetzte, Messe, Flughafen, Touristen, die will jeder haben, logisch….aber die nötige Infrastruktur nicht….Auch das Hinztrland lebt von den grossen Firmen in FN, aber der Verkehr muss alles duch Fischbach, Hagnau usw durch, zusammmen mit dem kompletten Touristen und einem Grossteil des Pendlerverkehrs…..
Warum wird denn die B31 nicht ausgebaut ? Weil seit Jahrzehnten mit den gleichen Argumenten wieder und wieder alles verzoegert wird…..Scheiss St-Florians-prinzip, wie soll es denn werden ? Den Schwerverkehr und Luft ausloesen ? Touristenverbot für den Bodensee ?
Mich stoert das immer wieder immer nur NEIN NEIN NEIN…..anstatt einmal eine vernünftige Alternative zu erarbeiten deren Notwendigkeit nicht wegdiskutiert werden kann…..aber ist ja egal, Hauptsache nicht vor meiner haustür…..
am 18.04.2008
um 9:37 Uhr
Ich bin ebenfalls für das Prinzip “Ausbau vor Neubau”, insbesondere im Licht der seit Jahren rückläufigen Verkehrszahlen auf der B31 wäre alles andere ja auch absurd.
Alternativen gibt es genügend…60% des heutigen Verkehrs ist sogenannter “Binnenverkehr” mit einer Fahrstrecke von <5km. Davon ist ein guter Teil die berühmte Fahrt zum Bäcker an der Ecke oder zum Zigaretten holen, also entweder auch mit Fahrrad oder zu Fuß zu erledigen (erstere) oder ganz und gar unnötig (letztere). Bekommen Sie diesen Verkehr ein wenig reduziert, sinkt das Verkehrsaufkommen noch schneller, als es es jetzt bereits tut (diverse automatische Verkehrszählungen entlang der B31 bestätigen seit Jahren den rückläufigen Trend).
Natürlich ist die B31 derzeit an wenigen Tagen im Jahr zu bestimmten Zeiten überlastet.Aber niemand (erst recht nicht ein Ortsansässiger und somit Kundiger) muß zu Messezeiten zwischen 17.30h und 18.30h zwingend sich auf der B31 (und dann im Stau) befinden.Dann steht man eben morgens eine halbe Stunde früher auf oder arbeitet halt mal eine halbe Stunde länger oder kürzer oder geht noch was einkaufen und schon kommt man vor oder nach dem Stau problemlos und nach Hause. Habe ich jahrelang so gemacht und stand nur dann im Stau, wenn ich genau um 16.30h den Griffel fallen ließ und mich ins Auto nach Hause geschwungen habe.Genauso verhält es sich mit dem Stau auf der B31 Sonntag nachmittags, wenn Schulferien in deutschen Bundesländern enden…kein Mensch muß sich hier zwingend auf der B31 befinden, zumindest sollte er sich als Bodenseeregionbewohner und Kenner der Situation dann nicht über die Zeit beschweren, die er im Stau steckt.
Es gibt so viele intelligente Lösungen um Stau zu vermeiden und die meisten sind wirklich sehr simpel,kosten nichts oder sparen sogar richtig Geld. Neben der verstärkten Nutzen des (sicherlich noch ausbaufähigen) ÖPNV sollte hier auch das Bilden von Fahrgemeinschaften (erst recht bei Spritpreisen von €1,50/l) in Betracht gezogen werden.Aber dazu müsste man sich womöglich nach jemanden anderen richten und kommt u.U. 10 Minuten später nach Hause. Kommt also für die meisten nicht in Betracht, obwohl hier mit ein wenig Eigeninitiative und nur wenig Kompromissbereitschaft so viel möglich wäre.Auch sie kämen sicher täglich von Überlingen nach Tettnang nur haben Sie sich noch nie darum bemüht oder eine Anzeige geschaltet, stimmt`s?
Genauso verhält es sich mit dem Stau auf der B31 Sonntag nachmittags, wenn Schulferien in Bundesländern enden…kein Mensch muß sich hier , zumindest sollte er sich als Bodenseeregionbewohner dann nicht über die Zeit beschweren, die er im Stau steckt.
Ich habe mit meinem Chef an einer intelligenten Homeofficelösung gearbeitet, welche mich nun nur noch 1x pro Woche nach Weingarten fahren lässt. Früher war ich jeden Tag unterwegs (5-6 mal pro Woche), mein Chef musste zudem Büro und Arbeitsplatz vor Ort stellen. Heute bin ich viel produktiver zuhause, verbringe nicht bis zu 10 Stunden pro Woche auf der Straße, habe keine Spritkosten von mehreren 100 Euro pro Monat und schone darüberhinaus noch mein Auto und die Umwelt.Natürlich weiß auch ich, daß das nicht für jeden Arbeitsplatz möglich ist, trotzdem wird das in der heute bereits stark vernetzten Arbeitswelt noch immer wenig bis gar nicht genutzt.
Das mit dem St.Floriansprinzip, welches Sie gerne und häufig den Gegnern weiterer Straßen unterschieben möchten, trifft genauso auf die Anlieger der derzeitigen Trassen zu. Die möchten den Verkehr nämlich auch loswerden, egal wer ihn dann vor der Nase hat solange es nicht mehr die eigene ist.
Straßen zu bauen löst sicher keines der Probleme sondern verschärft bestehende nur weiter.Es sind weit intelligentere Lösungen gefragt und jeder einzelne kann damit bei sicher selber anfangen.Warum muß man denn jeden Tag wegen 1 Paket Butter und 1 Liter Milch zum Discounter in den nächsten Ort fahren? Ich kaufe nurmehr ein Mal pro Woche dort ein, den täglichen Bedarf decke ich über den kleinen Einzelhändler am Ort oder über den ein oder anderen Hofladen ab. Im Endeffekt fahre ich so sogar auch finanziell noch besser und habe mehr Zeit für meine Familie und mich. Aber solche Gedanken kommen den meisten Menschen überhaupt nicht…da schreie ich doch lieber mal monoton nach weiteren Straßen.Ist allemal einfacher und unaufwändige, als sich selber zu hinterfragen und in die eigene Handlungen und den eigenen Tagesablauf mal kritisch unter die Lupe zu nehmen.
am 18.04.2008
um 13:14 Uhr
“Ich bin ebenfalls für das Prinzip “Ausbau vor Neubau”, insbesondere im Licht der seit Jahren rückläufigen Verkehrszahlen auf der B31 wäre alles andere ja auch absurd.”
Aja, ruecklaeufig ? Vieleicht der Individualverkehr, aber ganz bestimmt nciht die Gesamtbelastunf einschliesslich Schwerverkehr….hizu kommt noch das scheinbar seit 1 jahr eine Maximalgeschwindigkeit von 56 km/h gilt…
“Alternativen gibt es genügend…60% des heutigen Verkehrs ist sogenannter “Binnenverkehr” mit einer Fahrstrecke von <5km. Davon ist ein guter Teil die berühmte Fahrt zum Bäcker an der Ecke oder zum Zigaretten holen, also entweder auch mit Fahrrad oder zu Fuß zu erledigen (erstere) oder ganz und gar unnötig (letztere)”
Absolut richtig und ich rege mich serh über soche leute auf…..aber bitte: Die sind doch nicht auf der B31 sondern fahren innerorts.
“Natürlich ist die B31 derzeit an wenigen Tagen im Jahr zu bestimmten Zeiten überlastet.Aber niemand (erst recht nicht ein Ortsansässiger und somit Kundiger) muß zu Messezeiten zwischen 17.30h und 18.30h zwingend sich auf der B31 (und dann im Stau) befinden………”
Ja, jeden Morgen, Abend und 8 Monate /Jahr das komplette Wochenende. Es ist ja schoen wenn Sie ihre Zeit so frei plannen können, mit Kindern wird es da schon ein wenig eng, wenn man regelmaessif geschaeftliche Termine in FN hat wird es ganz schlimm. Doe Anwohner der Bodenseerregion muessen sich halt dann komlett den Schwer- und Pendler verkehr anpassen um noch irgendwie von a) nach B) zu kommen, ja ? Ja was machen denn da zB die Schichtarbeiter ? Und was soll das “Man muss sich nicht zwingen auf der B31 befinden ? Wo denn sonst wenn man nach FN muss ?
“Es gibt so viele intelligente Lösungen um Stau zu vermeiden und die meisten sind wirklich sehr simpel,kosten nichts oder sparen sogar richtig Geld. Neben der verstärkten Nutzen des (sicherlich noch ausbaufähigen) ÖPNV sollte hier auch das Bilden von Fahrgemeinschaften (erst recht bei Spritpreisen von €1,50/l) in Betracht gezogen werden.Aber dazu müsste man sich womöglich nach jemanden anderen richten und kommt u.U. 10 Minuten später nach Hause. Kommt also für die meisten nicht in Betracht, obwohl hier mit ein wenig Eigeninitiative und nur wenig Kompromissbereitschaft so viel möglich wäre.Auch sie kämen sicher täglich von Überlingen nach Tettnang nur haben Sie sich noch nie darum bemüht oder eine Anzeige geschaltet, stimmt`s?”
100 Punkte,allerdings: Ich habe eine fahrgemeinschaft, die übrigens im selben Stau steht und wo es noch schwieriger wird die Fahrtermine abzustimmmen weil mehr Privattermine zu berücksichtigen sind, auch eine Bahnfahrt wird gerne genutzt, was aber aus beruflichen gruenden seltenst möglich ist, schade wenn die grossen Firmen (und meine Kunden) halt in FN Innenstadt liegen und man da halt mal oefters für 1 Stunde/Tag hin muss…..da lohnt sich dann bahnfahren und zur Fa. laufen ganz bestimmt…..ich sollte noch irgendwie auf 8 Stunden effektive Arbeit /Tag kommen.
“Genauso verhält es sich mit dem Stau auf der B31 Sonntag nachmittags, wenn Schulferien in Bundesländern enden…”
Und diese Enden jeden Samstag und Sonntag ????
“Ich habe mit meinem Chef an einer intelligenten Homeofficelösung gearbeitet, welche mich nun nur noch 1x pro Woche nach Weingarten fahren lässt. Früher war ich jeden Tag unterwegs (5-6 mal pro Woche), mein Chef musste zudem Büro und Arbeitsplatz vor Ort stellen. Heute bin ich viel produktiver zuhause, verbringe nicht bis zu 10 Stunden pro Woche auf der Straße, habe keine Spritkosten von mehreren 100 Euro pro Monat und schone darüberhinaus noch mein Auto und die Umwelt.Natürlich weiß auch ich, daß das nicht für jeden Arbeitsplatz möglich ist, trotzdem wird das in der heute bereits stark vernetzten Arbeitswelt noch immer wenig bis gar nicht genutzt”
Wieder 100 Punkte und mache ich nach Moeglichkeit ebenso. In wie vielen Berufen ist das bitteschoen möglich ? Nochmal: Die Produktionen der grossen Firmen liegen fast alle um FN…..ist ein wenig schwierig zB eine Motor bei sich im Wohnzimmer zusammenzuschrauben……..ich glaueb nicht das mehr als 1-2% im Homeoffice arbeiten koennen.
“Das mit dem St.Floriansprinzip, welches Sie gerne und häufig den Gegnern weiterer Straßen unterschieben möchten, trifft genauso auf die Anlieger der derzeitigen Trassen zu. Die möchten den Verkehr nämlich auch loswerden, egal wer ihn dann vor der Nase hat solange es nicht mehr die eigene ist.”
Da stimmt nciht, denn wie soll denn bitte die B31 zB in Fischbach ausgebaut werden um den Mehrverkehr Herr zu werden ? Und dann landet man immer noch in der Innenstadt und nicht am Anschluss der Umgehung. ich gebe Ihnen recht das zB hagnau dauernd mault, Sie es aber nicht fertigbringen mal Ihre Fussgaengerampel durch eine Unterführung zu ersetzen was immens helfen würde Staus, insbesondere Spaetnachmittags, zu vermeiden
“Straßen zu bauen löst sicher keines der Probleme sondern verschärft bestehende nur weiter.”
Doch, der Schwer- und Durchgangsverkehr muesste sich nicht mewhr durch Fischbach und FN quaelen, das komplette Bodenseeufer würde gewinnen und der Freizeoitwert der region immens steigen…..nicht zuletzt für den Tourismuss.
“Es sind weit intelligentere Lösungen gefragt und jeder einzelne kann damit bei sicher selber anfangen”
Absolut, ich tue dies und weiss das wir die Ausnahmen sind, da koennte einiges gehen, aber wie bringt man die leute dazu ? Durch Nichtstun bestimmt nicht. Die Loesung den Verkaehr kollabieren zu lassen ist wohl auch nicht das Wahre….
“Warum muß man denn jeden Tag wegen 1 Paket Butter und 1 Liter Milch zum Discounter in den nächsten Ort fahren? Ich kaufe nurmehr ein Mal pro Woche dort ein, den täglichen Bedarf decke ich über den kleinen Einzelhändler am Ort oder über den ein oder anderen Hofladen ab. Im Endeffekt fahre ich so sogar auch finanziell noch besser und habe mehr Zeit für meine Familie und mich. Aber solche Gedanken kommen den meisten Menschen überhaupt nicht…da schreie ich doch lieber mal monoton nach weiteren Straßen.Ist allemal einfacher und unaufwändige, als sich selber zu hinterfragen und in die eigene Handlungen und den eigenen Tagesablauf mal kritisch unter die Lupe zu nehmen.”
Auch hier: Offenen Tueren, Wir kaufen zu Fuss oder mit de Fahrad innerorts ein, zumindest zum allergroesten teil. Was hat das mir der belastung der B31 zu tun ? Die belastung kommt durch:
- Schwerverkehr, nicht zuletzt durch die Firmen in FN
- Pendlerverkehr, nicht zuletzt durch die Firmen in FN
- Durchgangsschwerverkehr
- Touristen
Zu den ersten 2 Punkten: ich finde es eh zum k……das die Firmen welche Millionengewine machen sich hier komplett raushalten, ich sehe es auch in ihrer verantwortung die Grundlagen für die von Ihnen benötiget Logistik zu schafen und sich, auch aus ökoligischen gesichtspunkten, daran zu beiteiligen. Wenn ich hier an das geplante lager in Salem einschliesslich der geplanten Verlkehrsführung ansehe
muss ich mich vor Weinkraempfen schütteln. Nur: DSie schaffen ja Arbeitsplaetzte, deswegen nimmt die Keiner in die Pflicht……das gleiche gilt übrigens für parkplätze in FN.
Zu Punkt3: Was ist die Alternative für diesen ? Autobahn über Stuttgart bestimmt nicht, also ? Und deisen Dezimieren weil die Verbndiung so schlecht ist das es den Speditören zu tuer wird: Bitte……wie denn ohne Ausweichroute ? ich würde wenn es nach mir gaht das alles auf dioe bahn verlagern, nur: wie schafft man das ? bestimmt nicht indem man einfach weitere nadeloehre schafft……
Seien Sie gewiss: ich habe ,meinen Tageablauf unter die Lupe genommen, das hat noch noicht mal oehkologische Gruende, sonder ganz pragmatische: Weniger im Stau stehen, mehr Zweit für meine Kinder. Aber das wird das problem nicht loesen.
Wie Sie schreiben: Es sind intelligente Loesungen gefragt. Eine Alternativrozte verweigern, alles so lassen wie es ist und (warum auch immer) hofen das es von alleine besser wird ist jedenfalls keine.
am 22.04.2008
um 16:56 Uhr
Hallo ? Wo bleiben denn nun die Alternativen und realistischen Loesungsvorschlaege ? Schon seltsam das, sobald man mal realistisch wird, nichts mehr kommt……..obwohl: richtig wundern tut es mich nicht….
am 24.04.2008
um 0:11 Uhr
An Shiraz und andere Interessierte :
Wenn´s nicht so ermüdend wäre … Wiederholungen liegen mir nicht.
Schade, daß hier nicht mehr Teilnehmer mit Stellungnahmen eingreifen.
Am 30.4. ab 10-00 gibt´s übrigens im Neufracher Rathaus eine vom RegPräs veranstaltete 1. Sitzung des “projektbegleitenden Arbeitskreises zur OU Neufrach”. Danach wird sich der Umfahrungs-Blätterwald mal kurz bewegen um dann wieder in den Ruhezustand zu verfallen. Wer bemerkt hat, wie sich das Schlüsselprojekt Bahnunterführung wieder einmal verschiebt und jetzt auch noch verteuert, ahnt je nach Standpunkt Gutes oder Schlechtes.
Ich könnte mir vorstellen, daß mit dieser Kreiselverbindung und der Neufracher Nordumfahrung alles einschließlich der 3. Bermatinger Ortsdurchfahrt erledigt ist. Neufrach könnte sofort für den Schwerverkehr gesperrt werden und die Ortsdurchfahrt nach Weildorf könnte verkehrsberuhigt werden.Wenn man dann noch die mittelfristigen Verkehrs-Trends mitberücksichtigt, ist mit einigen Arrondierungs-Baumaßnahmen an den Kreisstraßen 7759/60 und einem Nordanschluß an die B33 am Talrand bei Ittendorf für den KFZ-Verkehr der Zukunft genug vorgesorgt. Weil diese Kombination so naheliegt und sie - für jeden sichtbar - die leistungsfähigere Hinterland-Trasse ad absurdum führen würde, wird m.E. alles eingesetzt, damit die Nordumfahrung ( vom Kreis zu finanzieren ) erstmal nicht gebaut wird.
Interessant ist bei einem Salemer Bürgerentscheid “pro Logistikzentrum”, daß sich der ergebende LKW-Verkehr nach FN auf jeden Fall auf dieser Route einpendeln wird - vielleicht unterstützt von einer schnell realisierten Südumfahrung Markdorf. Dieser neue “Salem-Verkehr” und Wiedemanns Apfel- bzw. Tank- Lastzüge vom neuen 40 Mio-Liter-Tankvolumen in Ahausen sind weit vor jedem Straßen-Neubau da.
Shiraz: ist das nicht eine sich ergebende Zwangs-Alternative zum Straßenbaumoratorium oder auf der anderen Seite zu den gewalttätigen neuen OU? Die Buggensegler und Ahauser wird´s nicht erfreuen. Die Ahauser können übrigens mit einer 3. Ortsdurchfahrt für Bermatingen-Ahausen sowieso nur zwischen Pest und Cholera wählen. Den Ittendorfern wird´s guttuen.
Aber man kann da auch ganz anderer Meinung sein. Bin gespannt.
Wenn der SK den entsprechenden blog nicht verhindert, wird´s in Salem nach dem Bürgerentscheid zum Strassenbau neu losgehen : Nordumfahrung, Südumfahrung, Riedwegverlängerung zum Eselsbuckel und die beschriebene K7759/60-Variante. Ich denke schon über eine möglichst informative Karte nach, damit wir nicht aneinander vorbeidiskutieren und im blog eine Basis haben.
am 24.04.2008
um 10:00 Uhr
Aeh ? Und das bringt dann den Durchreise- Schwer-und Pedlerverkehr wg von der überlasteten B31 hin zu einem direkten Zugang schlussendlich zwischen überlingen und Anschluss FN (oder Immenstadt wenn das denn mal gebaut wird…..aber da laeuft ja die gleiche Gegenargumentation…..wird also wohl auch nichts….
Ich persönlich bin davon überzeugt das, Dank an alle Kleingeister, sich in 20 jahren die Lastwagen immer noch durch Hagnau und Fischbach quetschen und die Umgeheung FN noch immer in der Innensatdt endet…..einige km Statndardstau in beide Richtungen sind ja heute schon zumindest im Sommer normal……
Aber die Alternative wurde ja schon beschrieben: Halt einfahc nicht mehr fahren, als Einheimischer weiss man ja das die B31 dicht ist…….ein toller Vorschlag (und das ist nicht ironisch gemeint) nur leider….nunja…..ein wenig realitaetsfremd, obwohl natuerlich wenn die menschen mehr mitdenken würden sich viel Verkehr vermeiden koenne, aber das ist ein grundsaetzlicher Fakt und schon aus oekologischen Gruenden sinnvoll, loest aber nicht das problem…..
Was ich schade finde ist dieses Kleinenken: Umgehung Neufrach, Umgehung Markdorf, Umgehung Kluftern…….Mensch, um was geht es deenn hier ? Um die dringend noetige Schliessung der Lücke überlingen - FN, das diverse Politiker oder BI oder wer aucj immer dafuer andere namen finden ist erschreckend….hier geht es doch nicht um das pronlem eines ortes sondern einer ganzen Region einschliesslich deren Wirtschaft, Attraktivitaet, Landschaft, Oekologie, menschen, Touristen….allem halt, also um eine Loesung die allem moeglichste gerecht wird……
Zitat: “Neufrach könnte sofort für den Schwerverkehr gesperrt werden und die Ortsdurchfahrt nach Weildorf könnte verkehrsberuhigt werden.Wenn man dann noch die mittelfristigen Verkehrs-Trends mitberücksichtigt, ist mit einigen Arrondierungs-Baumaßnahmen an den Kreisstraßen 7759/60 und einem Nordanschluß an die B33 am Talrand bei Ittendorf für den KFZ-Verkehr der Zukunft genug vorgesorgt”
Und was bringt das abgesehen davon das in Neufrach keine Laster mehr fahren ?
am 25.04.2008
um 1:51 Uhr
Antwort an Shiraz : die Landschaft wird geschont und der Bürger bekommt die Chance, sich zur Kombination aus
a) sinkender Bevölkerungszahl,
b) langsam abnehmendem KFZ-Verkehr,
c) schnell sinkenden Zulassungszahlen und
d) fehlenden Straßenbaumitteln für den Netzerhalt
seine eigene Gedanken zu machen. Die Zeit des Straßenneubaus ist vermutlich vorbei. Jedes Moratoriumsjahr bringt es deutlicher in das Bewußtsein.
Nochmal : “Hauptziele der Konzeption des künftigen Straßennetzes im nördlichen Bodenseeraum sind
- Ausbau vor Neubau
- größtmögliche Schonung von Erholungslandschaften
- möglichst geringe Inanspruchnahme von wertvollen
landwirtschaftlichen Flächen.”
Staatssekretär Köberle vom Innenministerium am 1.4.08
( Und noch´was : bitte Text vor der Veröffentlichung mindestens 1x selbst lesen und ggf. verbessern. Dann ist es nicht so mühsam für die Anderen. )
am 25.04.2008
um 9:44 Uhr
An Bob:
“b) langsam abnehmendem KFZ-Verkehr,”
Wo ? Auf der B31 waechst der Verkehr seit Jahren drastisch, in den letzten 8 Jahren mindestens verdoppelt. Das kann man zwar behaupten, leider ist das aber nicht die Realitaet. Ich rede hier speziel von der B31, nicht das Gesamtverkehrsaufkommen.
“c) schnell sinkenden Zulassungszahlen und”
Ja, weil jeder mind. 1 Auto hat und diese bedeutend laenger durchhalten, der Markt also gesaettigt ist und momnetan das geld eh nicht so locker sitzt, nicht das deswegen aber der Verkehr weniger wird. Irgendwie fhren immer noch die meisten mit dem Auto zum Broetchen holen. Ausserdem ist das doch nur ein kleiner Teil des Verkehrs, wogegen:
- Der Schwerverkehr immer mehr zunimmt, nicht zuletzt bedingt durch Europapolitik
- Die Firmen imme mehr wachsen (mehr Pendler)
- Die Region immer mehr Touristen wirbt welche auch gerne kommen, insbesondere weil Urlaub in D wieder “in” ist. Leider kommen davon nahezu alle auch mit dem Auto.
Und damit sinkt der Verkehr ???
“d) fehlenden Straßenbaumitteln für den Netzerhalt”
Das ist ein Nullargument wenn man sieht wo sonst das Geld sinnlos verpulvert wird.
“- Ausbau vor Neubau”
Wunderbar, stimme ich zu, nur wie um Himmels Willen soll den die B31 ausgebaut werden so das die Lücke UEB - FN geschlossen wird ?
Ich stimme Ihnen ja fast vollstaendig zu, aber die Loesung die Sie darstellen heisst schlicht und einfach: abwarten, Tee trinken und nichtstun, es wird sich schon irgendwie regeln in der Hoffnung das der Verkehr abnimmt.
Vieleicht würde das, vorausgesetzt unsere bequeme Wohlstandsgesellschaft würde mal endlich das Denken anfangen, sogar für den Individualverkehr funktionieren, was aber die grundsaetzliche Problematik des Schwerverkehrs (keine alternative Ost-West-Verbindung), der Pendler ( Grossfirmen in FN) und der Touristen (Die Region verkauft sich zwar so,. leider ist die Infrakstruktur dafür aber nicht ausgelegt, zumindest nicht um FN und um Markdorf) nicht loest.
Ich persönlich bin der Meinung das die bestehende B31 mit Hilfe einer Alternativroute komplett fuer den Durchgangsschwerverkehr gesperrt werden sollte (oder Maut), die Pendler und Touristen sich dann je nach Ziel auf beide Routen aufteilen koennen und so die Region als ganzes gewinnt. Sicherlich zu Lasten der Natur, was ich zutiefst bedauere, aber Ihre Alternative, Nichtstun, ist jetzt und in der Zukunft wohl…..nunja……sagen wir ein wenig unrealistisch, wenn es sicherlich auch die optimale waere, dagegen sage ich ja gar nichts……aber es ist numal definitiv ein Traum.
Ich traeme auch mal: Die Strecke Lindau / RV nach Stockach per Maut so teuer machen das es sich lohnt durch die Schweiz zu fahren…..die haben wunderbare Autobahnen als Ost-West Verbindung welche aber Stand heute natuerlich für einen Spediteur nicht in Frage kommen. dann würde mit dem hoffentlich zu erwartetenden Effekt des sinkenden Individualverkehrs die vorhandenen Infrastruktur ausreichen.
Was mich halt so richig nervd: BW ist ein Ost-West Durchgangsland, wieso kümmert sich die Politik da nicht um eine Loesung ? Und das chon seit Jahrzehnten ? Ist ja nicht nur hier so: Das Rheintal ist ebenso dicht, da laeuft auch seit den 60ern die Diskussion und es geschieht nur Flickwerk….Man hatte ja auch schon die Alternative Loerrach-Singen über CH-Gebiet…..aber da war ja auch immer was anderes (politisch).
Die Realitaet (Das Rheintal wird auch in Zukunft nicht breiter werden) will auch keiner, abgesehen von den direkt Betroffenen, sehen. Der Ausbau der B31 Richtung Freiburg ist ja positiv, aber ist das Höllental wirklich die richtige Strecke für den Schwerlastverkehr ? Zumindest seit dem Ebnettunnel hat es sich einigermassen entspannt, der wurde zum Glueck nach ebenso ewiger Diskussion durchgesetzt, davor war mind. 1 Stunde Stau vor Freiburg auch absolut normal. Was aber in diesem Zusammenhang verschlafen wurde: Sperung der B311 über den Feldberg nach Basel…….da ist es genau der gleiche Mist und DORT (zB bei Schopfheim, Atzenbach, Zell, Wehr) wurden wirklich sinnlose Umgehungsstrassen gebaut mit dem Erfolg, das 1. das gesammte Tal zubetoniert wurde, 2. deswegen das ganze Tal Hochwasserprobleme hat die insbesondere in Schopfheim mit den wildesten Loesungen und Millionenaufwand irgendwie geloest werden sollen und 3. deswegen die ganzen Haenge rutschen……..und da ist nicht einmal Industrie, sondern nur ein wenig Durchgangsverkehr und ein Touristenaufkommen was gegenüber dem Bodensee geradezu lächerlich erscheint……obwohl: ich stehe ja auf diesen “sanften” Tourismus…… :O)
Meine realistische Alternative: Ich kaufe mir wieder ein kleines billiges und spritsparendes Motorad um damit, inbesondere im Sommer, an den Staus vorbeizukommen und nicht stundenweise meine Zeit berufsbedingt auf der Strasse liegen zu lassen, ist auch oekologisch sinnvoller da weniger Verbrauch und weniger Abgase, und hoffe halt das mich keiner der verueckten staugenervten Fahrer welche schon lange an den unmöglichsten Stellen der B31 das überholen anfangen (sind eigentlich nicht irgendwann mal alle Schutzengel aufgebraucht ?) auf die Hoerner nimmt oder mich aus Frust weil Ich vorbeifahre abdraengt……das IST leider die Realitaet, was nicht heisst das ich es mir in vielen Punkten anders wünsche und zu 100% bereit bin meinen Teil dazu beizutragen, das bezieht sich durchaus auch auf das Allgemeinwohl.
Gruss,
Shiraz
am 25.04.2008
um 10:34 Uhr
Hallo Herr Shiraz,
daß der Verkehr auf der B31 seit 2003 jährlich abnimmt, lässt sich schlechterdings nun wirklich nicht bestreiten. Während viele Menschen wie Sie in gutem Glauben etwas anderes empfinden, wird entlang der B31 an verschiedenen Stellen automatisch und unbestechlich das genaue Gegenteil amtlich gemessen.Schauen Sie sich das Kästchen doch mal bei Ihrer nächsten Durchfahrt in Hagnau mal an…
Der leider wahre Satz “Wer Straßen baut, wird Verkehr ernten” ist leider auch keine Glaubensfrage mehr, sondern mittlerweile wissenschaftlich hundertfach eindeutig belegt. Googeln sie mal hierzu und sie werden für Tage mit unabhängigen wissenschaftlichen Dossiers hierzu eingedeckt.
Fast alle (leider auch Sie) machen den Fehler einfach ein bestehendes Verkehrsaufkommen durch die Zahl an vorhandenen Straßen zu teilen…Leider wächst aber für eine Zunahme der vorhandenen Straßen auch hierdurch “induzierte” Verkehr (der Zähler des Bruchs wächst stärker als der nenner), was den Quotienten nach Bau einer (zudem hochmodernen und gutausgebauten) Trasse leider höher und nicht niedriger macht….auch kein Märchen meinerseits sondern jahrzehntelange Erfahrung, aus der man ja auch irgendwann mal die richtigen Schlüsse ziehen könnte. Ich dachte früher ähnlich wie Sie, heute bin ich schlauer geworden.
Ihre einzige hier vorgetragene Lösung ist bislang ist der Bau von Privatautobahnen für jedermann, damit ein jeder möglichst schnell und ohne lästigen Mitverkehr jedes Ziel ansteuern kann.Jeder andere verkehrseinsparende und lenkende Vorschlag wurde von Ihnen bislang immer als “unrealistisch” abgetan. Sie bezeichnen Sich immer als “Umweltschützer” und doch sind sie bereit für die ein oder andere Minute mehr auf der Strecke ÜB-FN problemlos eine neue Straße zu propagieren.
Auch ich fahre die B31 mehrfach im Monat und bin schon ein paar Mal für wenige Minuten im Stau gestanden. Ich akzeptiere es aber, da es kein Recht für jedermann gibt mit konstant Tempo 100 vom Start zum Ziel zu gelangen. Diese Extrazeiten gehören einfach dazu wenn man unterwegs ist und sind nun wirklich marginal zu dem, was ich in fast 10 Jahren in München hinsichtlich des Verkehrs in und um München erlebt habe (Mittlerer Ring, A99 Ostumfahrung). Hier darf man mit Fug und Recht die Worte “Verkehr” und “Stau” aussprechen.Dagegen sind das hier wirklich paradiesische Zustände
Wenn ich mehr Zeit hätte, könnte ich mich auch noch häufiger und intensiver Ihrer immergleichen These des ungezügelten Straßenbau als Pauschallösungsrezept widmen.Ich lege Ihnen aber ans Herz zu den verschiedenen Themen im Netz mal ein wenig nachzulesen….auch ich habe mich, gerade was die Thematik Verkehr angeht, hier schon des öfteren eines Besseren belehren lassen müssen und wurde hierbei in vielem schlauer …Ihnen traue ich Ähnliches zu..
Ihnen ein schönes (und staufreies) Wochenende!
am 25.04.2008
um 11:34 Uhr
Hallo Herr Küpfer,
“”daß der Verkehr auf der B31 seit 2003 jährlich abnimmt, lässt sich schlechterdings nun wirklich nicht bestreiten. Während viele Menschen wie Sie in gutem Glauben etwas anderes empfinden, wird entlang der B31 an verschiedenen Stellen automatisch und unbestechlich das genaue Gegenteil amtlich gemessen.Schauen Sie sich das Kästchen doch mal bei Ihrer nächsten Durchfahrt in Hagnau mal an…”
Sie haben Recht, es ist eine subjektive Meinung und ich kenne die Zahlen nicht (gibt es einen Link ?). Was hier interessant waere: Wie wird gemessen ? Gesamtanzahl/24h ? Werden stündliche Werte erfasst ? ich habe auch das Gefühl das der Individualverkehr (Gottlob) sinkt, dafuer der Schwerverkehr überpropotional ansteigt. Wenn es wirklich nur Spitzenzeiten sind gaebe es ja Loesungsansaetze. zB das sich die Grossfirmen in FN mit Ihren Schichtenden zeitlich versetzen…..und weiteres……aber wie gefragt: Wie wird denn gemessen ? Solche Ergebnisse sind je nach Interpretation sehr geduldig…..Nach meiner Erfahrung bin Ih seit vielen Monaten die B nicht mehr gefahren ohne nach einigen 100m hinter einem 60 km/h Lastwagen zu kleben…unabhaengig von der Uhrzeit.
“Ihre einzige hier vorgetragene Lösung ist bislang ist der Bau von Privatautobahnen für jedermann, damit ein jeder möglichst schnell und ohne lästigen Mitverkehr jedes Ziel ansteuern kann.Jeder andere verkehrseinsparende und lenkende Vorschlag wurde von Ihnen bislang immer als “unrealistisch” abgetan”
Nein, das stimmt so nicht. Meine Loesung besteht darin (und ich mache es nicht an einer Variante fest) eine Ost-West Verbindung im suedlichen BW zu schaffen welche vom Durchgangsverkehr gegenüber der dichten B31 bevorzug wird. Leider, wie bechrieben, vermisse ich auf der gegnerischen Seite die Loesungen, ich lese immer nur: Nichts tun, alles gut, der Verkehr wird schon weniger.
Was ich als unrealistisch abgetan habe sind schlichtweg die Ansaetze ÖNV (Das geht bei vielen beruflich nicht und bringt beim Hauptproblem, dem Schwer und Durchgangsverkehr gar nichts) und Homeoffice (gleiche Begündung). Nichtstun ist keine Loesung und damit nimmt der Verkehr nicht ab, dieses problem ist nicht auszusitzen.
Wie gesagt: ich weiss nicht zu welchen Zeiten Sie fahren, und ich rede bestimmt nicht von eingen Minuten oder einer Viertelstunde. Wenn ich aber taeglich (zumindest im Sommer) über eine halbe Stunde/Strecke im Stau stehe ist das auch aus ökologischer Sicht absoluter Nonsens.
Weiterhin ist dieses für mich persönliche Aergerniss eigentlich irrelevant. Das Problem des staendig wachsenden Schwerverkehrs ist doch ein ganz anderes. Wenn Sie schreiben: Konstant Tempo 100: ich kann mich nicht mehr daran erinnern wann ich das letzte mal mehr als 70 gefahren bin, nach maximal 2-3 minuten steht man eh wieder hinter dem naechsten Laster. Schneller fahren waere eh zu gefaehrlich weil bestimmt wieder in Tourist auf 20 abbremst um sich den wunderschoenen See aus dem Auto heraus anzusehen (sieh hierzu die Unfallstatistik welche die B31 als eine der gefaehrlichsten Strassen BW ausweisst) Davon rede ich nicht, sondern davon nicht taeglich in Fischbach und Hagnau im Stau zu stehen…inclusive der ganzen Lastwagen. Moechte gerne mal wissen wie die oekologische Bilanz aussieht wenn man die staubedingten Mehrschadstoffe einberechnet, leider bin ich dzu nicht in der Lage.
Mit München gebe ich Ihnen recht, ich habe 3 Jahre direkt am Ring gelebt, vor allem auch zu einer Zeit wo die Verkehrbetriebe streikten. Ich mein, das ist doch kein Vergleich: wir reden hier von einer Stadt wo es normal ist bis zu einer halben Stunde grossraeumig seine Wohnung auf der Suche nach einem Parkplatz zu umfahren. Davon abgesehen das es absoluter Bloedsinn ist sich in einer Stadt wie München mit einem nahezu perfektem und vor allem guenstigen oeffentlichen Netz mit einem PKW zu bewegen.
Man sollte schon einen richtigen Vergleich nehmen, etwas noch schlechteres laesst sich meist einfach finden was aber nicht impliziert das folglich das andere gut ist.
Ich würde ja gerne mit kleinen Dingen anfangen welche extrem viel bringen und die Umwelt nicht belasten:
- Abschaffung der Fussgaengerampel in Hagnau und Bau einer Unterführung……aber jetzt sagt bestimmt wieder jemand “das zieht wieder mehr Verkehr an weil es einfacher ist zu fahren”……das dadurch der sommerliche taegliche Rueckstau bis kurz nach Immenstaad verhindert wird ist wohl kein Argument, ebenso der gefaehliche Ausweixhverkehr der sich dann über Kippenhausen die Mini-Wege langschlaengelt zum Leidwesen von Wanderern und Radfahrern
- Kontrolle von Mindestgeschwindigkeiten durch die Polizei, alles Unbegründete unter 60 km/h ist nach meiner Meinung Verkehrsgefährdung und Behinderung auf einer solchen Strecke, abgesehen davon das ich Leute die Natur aus dem Auto heraus anschauen eh hasse wie die Pest.
- Bessere Planung von Baustellen und deren zuegige Fertigstellung. immer wieder (aktuell Bruecke nach Fischbach) werden Baustellen angefangen und dann tut sich wochenweise nichts…..warum auch immer…….abgesehen davon das komischerweise immer zu Pfingstferien und Sommerferienbeginn die B31 irgendwo halbseitig aufgerissen wird……aufgrund der Konstanz bin ich schon davon überzeugt das dies wohl irgendwo gesetzlich festgeschrieben sein muss.
- Man koennte ja auf politischen Ebene mal mit der MTU reden (Hauptproduktion Werk II, Fischbach welches direkt neben der Bahntrasse liegt) wie es denn mit deren Verkehr aussieht……..und ob Sie nicht irgendwie auch bei sich eine Pflicht sehen…….Nehmen wir hierzu die Zahl der LKW bzgl. des geplanten Lagers Salem: Alle 2-3 Minuten. Das sind heute nicht weniger die von beiden Seiten nach FN einfallen, und da sind noch keine Direktlieferungen dabei……und dann gibt es ja noch weitere Firmen…und alle werden wachsen…..Vieleicht koennet man auch die Angestellten mit billigen Bahnkarten versoregne statt mit billigen Leasingfahrzeugen die verpflichtend jeden Tag im Betrieb sein muessen !!! (Diese Regel ist aus heutiger Sicht sowieso mehr als eine Träne wert). Es sind doch bestimmt nicht die paar Einheimischen die das Verkehrschaos heraufbeschwoeren !
Natuerlich ist es unschoen grosse Strassen zu haben, aber die Firmen und die Wirtschaft mit ihren Arbeitsplätzen wollen alle….ebenso billige auslaendische Produkte…naja, dann muss man aber auch die Kehrseite in Kauf nehmen. ich persoenlich würde das Werk !! am liebsten schliessen, das Ufer renaturieren und das Werk irgendwo hinpacken wo auch die entsprechende Logistik da ist…….Autobahnende Stockach zB…..aber das will ja dann auch keiner…..
Unterm Strich: Was ist denn die Loesung ? Nichsttun bestimmt nicht…..die Lücke Ue - FN muss geschlossen (zumindest vernuenftiger Anschluss B31 neu/B31 alt, Umgehung Hagnau und Anschluss Immenstadt-FN) werden und/oder der Schwerverkehr muss radikal reduziert werden………mit welchen Mitteln waere eine sicherlich schoene Diskussion wert.
Ebensfalls ein schoenes Wochenende,
Shiraz
am 25.04.2008
um 11:54 Uhr
Hallo Herr Shiraz,
die rückläufigen Verkehrszahlen in Hagnau sind beispielswiese hier kurz thematisiert.
Fragen Sie hinsichtlich des LKW Verkehrs dazu auch mal Herrn Jürgensmeyer, der hierzu schon mehrfach stundenlang eigene Zählungen gemacht hat.
In vielem, was sie in Ihrem letzten Beitrag geschrieben haben (wie können Sie eigentlich in so kurzer Zeit so viele Anschläge aufs Papier respektive Tatstatur bringen?) kann ich Ihnen indes beipflichten. Ich denke, daß wir in vielen Aspekten gar nicht so unterschiedlicher Ansicht sind (Abbau offensichtlicher Verkehrshemmnisse, Mindestgeschwindigkeit, bessere zeitliche Planung der Baustellen,.)…vielleicht bekomme Sie ja doch noch ins Lager der Straßenbaugegner??..
Nochmals Grüße und sonnige Stunden abseits der B31 wünscht
Karsten Küpfer
am 25.04.2008
um 15:49 Uhr
Hier der Link zu den automatischen Zählstellen des Landes (RP)
http://www.rp.baden-wuerttemberg.de/servlet/PB/menu/1158238/index.html Von einem Rückgang des Verkehrs auf der B31 kann leider nicht die Rede sein.
am 25.04.2008
um 21:23 Uhr
Erstmal vielen Dank für den informativen Link!!
Bitte helfen Sie mir…aber ich finde keinerlei Zahlen für den uns hier interessierenden Streckenabschnitt der B31, leider auch keine Werte zur Messtelle Hagnau…wahrscheinlich bin ich nur zu blöde oder blind…oder womöglich beides…
Verkehrsdammbruch im Hinterland
Falls am Sonntag beim Bürgerentscheid die Mehrheit der Salemer/Neufracher Bürger
für eine Ansiedlung des Logistikzentrums Tognum votieren, ist der politische Dammbruch für eine Ost-West Verkehrsverbindung im Hinterland der Bodenseeregion für alle Ewigkeit besiegelt.
Denn mit dem Planungsfall 7.5 haben sich die politischen Entscheidungsträger bisher nie
– für - oder – gegen- eine seenahe oder seeferne Ost-Westverbindung entschieden, sondern sich beide Optionen offen gehalten. Diese Konzeptlosigkeit hat
Kalkül und wird in folgendem Punkt überdeutlich: Mit keinem Wort hat man sich
bisher über eine Rangfolge und einer daraus resultierenden zeitlichen Abfolge der einzelnen Straßenbaumaßnahmen im Planungsfall 7.5 festlegen wollen. Das greifbare Prinzip und wirkliche Konzept heißt daher: Es werden neue Straßen dort gebaut, wo der politische Druck am größten ist. Mit einer Ansiedlung eines Logistikzentrums in dieser
Größenordnung in Neufrach ist dieser Zwangspunkt bei der Entscheidung mit zu bedenken.
Walter Zacke, Vorstandmitglied von Pro Kluftern e.V.
am 26.04.2008
um 14:57 Uhr
Hier nochmal der genaue link:
http://www.rp.baden-wuerttemberg.de > Tübingen > Abteilungen > Abteilung 9 > Referat 95 > Automatische Straßenverkehrs- zählungen
Ab 2002 sind die monatlichen Zählergebnisse für alle in BW gezählten Autobahn-, Bundesstraßen- und Landesstraßenabschnitten (insgesamt 90 Abschnitte) nach Gesamt- und Schwerverkehr sowie Werktagen und Sonntagen dargestellt.
Unter “Bundesweite Straßenverkehrszählung 2005″ sind die Ergebnisse der Verkehrszählungen bis zu den Kreistraßen (insgesamt 4000 Abschnitte, davon für 2005 je die Hälfte manuelle Zählungen und Abschätzungen); unter den manuell gezählten Abschnitten sind auch die drei Zufahrtsstraßen nach Kluftern.
Soll Keiner sagen können, es gäbe nicht genügend VERLÄSSLICHE Verkehrsdaten!
am 26.04.2008
um 15:00 Uhr
Ergänzung: Die “Bundesweite Straßenverkehrszählung 2005″ präsentiert auch die Zählergebnisse der vorangegangenen Zählungen 1995 und 2000.
am 06.05.2008
um 9:27 Uhr
Ich muss Herrn Küpfer recht geben: der relevante Stassenabschnitt (B31 am See) ist in keiner der Aufstellungen vorhanden. Interessant :O)
Jetzt mal abgeshen davon auf welcher Seite man steht: Fakten sind immer gut. Wo sind diese ? Ich für meinen Teil bin ja subjektiv davon überzeugt das der Verkehr in den letuten Jahren immens zugenommen hat. Dei Strassengegner verweisen immer auf Zaehlungen und diese beruehmt berüchtigte Zaehlanlage in Hagnau welche das beweisen würde…….aber hat nun jemand wirklich offizielle zahlen oder sind das von beiden Seiten nur Behauptungen ohne Hintergrund ?
Und bitte keine Selbstzaehlungen, die sind je nach Zeitpunkt und Laenge nicht aussagekräftig.
Gruss,
Shiraz
am 07.05.2008
um 9:36 Uhr
Die Zählstelle in Hagnau versteckt sch unter dem Pseudonym “Harlachen” und weist für die letzten aufgeschlüsselt vorliegenden Zahlen (März 2008) eine Reduzierung des Verkehrsaufkommens von 4,4% gegenüber März 2007 aus.
am 07.05.2008
um 9:47 Uhr
Wobei der Ehrlichkeit halber auch gesagt werden muß, daß der Wert für März 2007 wiederum auch um 11,9% höher lag als März 2007 und in anderen Monaten sich auch leichte Zunahmen gegenüber den gleichen Monaten im Vorjehr zeigen. Das hängt sicherlich auch mit den jeweiligen Terminen der Messen, Feiertage, Brückentage/langen Wochenenden oder der Ferienverteilung über das Jahr und über die Bundesländer zusammen (bestes Beispiel die dieses jahr ja um Wochen früher liegenden Termine für Fasching, Ostern, Pfingsten,..).
Schwer hier einen eindeutigen Trend über die Jahre festzustellen…was die Vermutung nahelegt, daß sich wahrscheinlich am Gesamtverkehrsaufkommen nicht all zu viel verändert…bereits im März 2002 lag das Durchschnittsverkehrsaufkommen bei über 17000 Fahrzeugen pro Tag (genau 17336) in Hagnau und genau da liegt es heute (2008) auch noch (exakt 17113.
Das ist ein Datenwerk, bei dem sich Befürworter und Gegner weiteren Straßenbaus beinahe beliebig Ihre Anschauung untermauernde Zahlen finden lassen….
am 08.05.2008
um 8:50 Uhr
Hallo Herr Küpfer,
Danke für die Recherche, und ich teile ihre Meinung das die Zahlen wohl je nach bedarf interpretiert werden können. Was ich nun weiss: Der verkehr wurde aber definitiv nicht signifikant weniger wie komischerweise mit Verweiss auf die Zaehlung immer wieder behauptte wird, das konnte ich mir aber auch, so subjektiv wie mein Empfinden sein mag, nicht votrstellen.
Was übrigens ihr Frage betrifft ob ich nicht ins Lager der Strassengegner moechte: :O) Da gehöre ich ja eigentlich auch hin. Allerdings bin ich auch Realist, und zumindest eine vernünftige Anbindung zwischen Ueberlingen und FN muss nun einmal zum Wohle aller her und kann nicht wegdiskutiert werden. Das ein vierspuriger Ausbau absoluter Bloedsinn ist vertshet sich doch von selbst. Das einzige Argument dafuer waere der Sicherheitsaspekt, da die meisten (wie die B31 neu mit zuvielen schweren Unfaellen zeigt) zu bloed sind diese zu befahren und sich ja ums verecken am Ende der 3tn Spur noch reinquetschen muessen…von Geschwindigkeistregeln einmal abgesehen. Aber das liesen sich ja doch vernuenftige Kontrollen loesen.
Was ich halt hasse, insbesondere weil das die Gegener und Natuerschuetzer unglaubwürdig macht sind solche an den haaren herbeigezogenen Argumente wie: Das Verkehsraufkommen wird durch mautflucht noch steigen. Ich frage schon x-mal: Flucht von welcher Autobahn bitteschoen ????? Mit solchen Argumenten werden halt jene die wirklich dem Betonmolloch realistisch gegenüberstehen und eine vernünftige Loesung suchen mit den anderen in einen Traumtaenzersack gepackt und nicht weiter ernst genommen.
Oder um es salopp auszudrücken: Fundis, wie alles Extreme, hat noch nie etwas erreicht, man sollte, natuerlich ohne seine heren Ziele aus den Augen zu verlieren, doch an der Realitaet orientieren. Das ist definitiv kein fauler Kompromiss, sonder die einzige Mäglichkeit die Ziele soweit wie möglich durchzusetzten.
Hey, es scheint die Sonne ! Gruss,
Shiraz
am 01.08.2008
um 7:35 Uhr
Zu Staatssekretär Köberles Verkehrsgesprächen Ende Juli
Die Köberle-Aussage “15 000 KFZ / Tag” durch Bermatingen ist eine Übertreibung und m.E. eine grobe Täuschung der Öffentlichkeit. Er weiß genau, daß der DTV- und Spitzenwert sich gewaltig unterscheiden und nur der DTV-Wert zur Beurteilung von Straßenplanungen herangezogen wird ( DTV = durchschnittlicher täglicher Verkehr = Mittelwert von verschiedenen Referenztagen des Jahres ).
In Verbindung mit der Untätigkeit der Bermatinger Gemeindeverwaltung und ihres Gemeinderates, die seit Jahren auch nicht die geringsten Anstrengungen für eine wirkungsvolle Geschwindigkeitsbegrenzung oder weitere Querungshilfen für die Bürger einleiten ( weitere, qualifizierte Vorschläge von der Bermatinger BI hat sie und der GR schon lange ), soll so das Bewußtsein und der Druck pro Ortsumfahrung gestützt werden. Würde sie je gebaut, können die alte L205 von Markdorf kommend, eine neue Ortsumfahrung ( immer noch mehrheitlich auf der alten Autobahntrasse ) und die sehr gut ausgebauten Kreisstrassen Ittendorf-Ahausen-Neufrach ( dann mit der Neufracher Bahn-Unterführung ) ein West-Ost-Verkehrsaufkommen von 50 000 KFZ / Tag bewältigen ( Autobahn-Verkehr )!
Auch wenn es die Straßenplaner konsequent leugnen, hier wird mit der “bahnparallelen Ortsdurchfahrt Kluftern” und der “Südumfahrung Markdorf” eine “Hinterlandtrasse aus verknüpten Ortsumfahrungen” geplant. Ab Stefansfeld/Weildorf geht es heute schon ganz leicht zum Lippertsreuter L200-Anschluß und dann ist man auch schon bei der B31neu bei Andelshofen. Diese Hinterlandtrasse wird das Verkehrsaufkommen im Bodenseekreis drastisch erhöhen.
Das Problem des Bodenseeraumes ist der mautlose LKW-Transit und zu Spitzenzeiten die Masse der einzeln fahrenden Pendler, denen ein intelligent geplanter, kostengünstiger ÖPNV vorenthalten wird. Das vorhandene Straßennetz wäre neben den dauerhaft hochschießenden Kosten für unsere Mobilität und den demografischen Konsequenzen bis auf diskussionswürdige Arrondierungen völlig ausreichend. Warum nach anerkannten Fachleuten die meisten Ortsumfahrungen in BW weggeworfenes Geld sind, kann man weiter oben nachlesen.
Die öffentlichen Verwaltungen scheinen uns Bürger für unglaublich dumm zu halten. Gleichzeitig verwechseln sie kluge, zukunftssichere Verkehrsplanung mit ihrem unsinnigen “Straßenneubau wie gehabt”, obwohl sie noch nicht einmal genug Geld haben, die Qualität des vorhandenen Straßennetzes im heutigen Unterhaltungsszustand zu halten.
Aber an welchem Biertisch sind solche Fakten schon präsent ?
am 03.08.2008
um 23:07 Uhr
Herr Jürgensmeyer, fühlen Sie sich jetzt bitte nicht angegriffen, aber von welchem Biertisch stammen denn ihre Fakten? “Diese Hinterlandtrasse wird das Verkehrsaufkommen im Bodenseekreis drastisch erhöhen” - worauf stützen Sie diese Aussage?
Ich kann verstehen, dass sich Anwohner aufregen, wenn ihre Orte durch eine Umfahrung mehr belastet werden. Dies geschieht durch Umlenkungen des Verkehrsstroms innerhalb des Kreises. Aber wie bitte soll durch eine neue Straße neuer Verkehr entstehen? Auch ihre sogenannte “Hinterlandtrasse” ist sicher keine Einladung für auswärtige, nun durch den Bodenseekreis zu donnern nur weil es dort eine neue Straße gibt. Dafür können sich aber all die Anwohner der Ortsdurchfahrten freuen, wenn der Verkehr nicht mehr zwischen den Häuserzeilen sondern am Ort vorbei geschleust wird. Fahren sie doch mal Abends zwischen 16 und 18 Uhr ein paar Runden durch Markdorf oder Bermatingen und beobachten Sie den Verkehr! Wer danach noch behauptet, Markdorf bräuchte keine Südumfahrung und Bermatingen keine Umgehung ist in meinen Augen ein Ignorant. Die malen mit ihren Verkehrsverknüpfungen ein Schreckgespenst an die Wand, das ich nicht nachvollziehen kann. Mit der bahnparallelen Ortsdurchfahrt Kluftern, der Südumfahrung, der Umgehung Bermatingen und Neufrach und weiter zum Lippertsreuter L200-Anschluss entsteht vielleicht wirklich die von ihnen so katastrophal schrecklich unheilsbringend gezeichnete Hinterlandtrasse. Überlegen Sie sich doch einfach, ein Autofahrer der nun aus Markdorf nach Singen muss. Derzeit fährt er durch Markdorf, durch Bermatingen, durch Neufrach. Ist das die Lösung? Glauben Sie ernsthaft, dass die LKWs - die derzeit noch nicht durch den Kreis gequetscht werden - durch den Bodenseekreis fahren würden nur weil es eine Umgehung gibt? Ich denke nicht. Vielmehr werden die Lastzüge, die jetzt direkt durch die Orte scheppern an den Bürgern vorbeigelotst. Eine bessere Lebensqualität für die Einwohner!
Ich finde es schon etwas befremdlich, wenn Sie schreiben “Aber an welchem Biertisch sind solche Fakten schon präsent”, wenn Sie nur wenige Sätze zuvor selbst die Stammtischparolen auspacken. “In Verbindung mit der Untätigkeit der Bermatinger Gemeindeverwaltung und ihres Gemeinderates, die seit Jahren auch nicht die geringsten Anstrengungen für eine wirkungsvolle Geschwindigkeitsbegrenzung oder weitere Querungshilfen für die Bürger einleiten [...], soll so das Bewußtsein und der Druck pro Ortsumfahrung gestützt werden.” Eine Verlangsamung des Verkehrs, der derzeit schon staut? Das Nadelöhr Bermatingen noch enger machen ist dann die Lösung? Leider verschweigen Sie in ihrem Kommentar die Bestrebungen der Gemeindeverwaltung, nach einer Realisierung der Ortsumfahrung die Ortsdurchfahrt aufzuwerten, neu zu gestalten und dann auch mit Maßnahmen zur Geschwindigkeitsbeschränkungen zu versehen. Dieser Planungsansatz wurde erst kürzlich mehrfach von Bürgermeister Rupp im Zusammenhang mit der Schließung des Hallenbades dargelegt, da mit einer Weiterführung des Hallenbades eben diese Maßnahmen nicht zu finanzieren gewesen wären. Den Verkehr zu verlangsamen und Querungshilfen zu installieren macht erst Sinn, wenn der Durchgangsverkehr raus ist aus dem Ort. Ansonsten ist die Konsequenz nur mehr Stau, mehr Abgas, mehr Belastung.
Schade, dass Sie diese Fakten und meine Meinung wahrscheinlich auch wieder nur als Biertisch-Gelaber abtun ohne mehr darüber nachzudenken.
am 06.08.2008
um 8:49 Uhr
Sehr geehrter anonymer Autofahrer,
auch wenn Sie nicht mich persönlich angesprochen haben, möchte ich doch zu ein paar Sachen meine unerhebliche Meinung zum besten geben.
Natürlich induzieren neue, gut ausgebaute Straßen auch neuen Verkehr.Das ist mittlerweile ja hinreichend wissenschaftlich gesichert und muß so wohl nicht länger diskutiert werden.Googlen Sie doch mal….
Und das der Individualverkehr auch zukünftig weiter abnehmen wird, ist auch so gut wie sicher.Zunehmenden Verkehr sehen alleine die, welche von dieser Meinung leben (Ölgesellschaften, Straßenplaner und Bauwirtschaft, KFZ Industrie und Plaungsbüros wie Media Consult).Fakt ist:Die Deutschen werden an Zahl nicht mehr,die schrumpfende Bevölkerung überaltert und fährt so im Schnitt pro Person zukünftig auch immer weniger. Haben Sie nicht gelesen, daß die Mineralölwirtschaft im Mai 2008 7,7% weniger Kraftstoff verkauft hat als ein Jahr zuvor?? Die Leute können und wollen sich viele unsinnige Fahrten zum Bäcker oder die Fahrt in den nächsten großen Supermarkt wegen ein paar an Butter und Milch gesparter Cent nicht mehr leisten. Erst gestern kam eine Umfrage von Infratest Dimap raus, in der mit 59% die mit Abstand meisten der Befragten angaben zukünftig in erster Linie weniger Auto zu fahren bzw. bei den Benzinkosten zu sparen.Lebensmittel, Strom, Kleidung, Urlaub, Ausgehen, Heizen oder Kultur lagen mit weitem Abstand auf den Plätzen. Und dieser Trend wird sich mit jedem Cent weiter verfestigen, den die Benzinpreise an den Zapfsäulen klettern.Auch wenn ich persönlich mir den vollen Tank noch weiter leisten kann, mache ich viele Fahrten heute nicht mehr oder werfe das Auto nur noch an, wenn ich mehrere Sachen in einer Fahrt erledigen kann.
Ich kann ihnen in soweit allerdings zustimmen, als daß Markdorf nun wirklich einen üblen Verkehr hat. Ich bezweifle allerdings, daß die Umgehungsstraße in der derzeitigen Form daran viel ändern wird. Hier wird lediglich ein kleiner Teil, welcher von Kluftern kommend/ fahrend und Richtung Ittendorf muß, abgeleitet. Für alle anderen (insbesondere die Autofahrer auf der B33 (Meersburg-Ravensburg) fahrenden, alle nach oder von Markdorf kommenden/fahrenden sowie für den gesamten Binnenverkehr ist diese Teilumgehung völlig uninteressant und wird sie in der Folge auch nicht nützen.Denn alleine der Binnenverkehr (Fahrten <5km) machen 60% des Verkehrsaufkommens aus, welchen man mit einer Umgehungsstraße eben nicht erreicht.Genau aus diesem Grund kam das Bundesministerium für Verkehr erst kürzlich in einer Untersuchung zu der Überzeugung, daß beinahe 95%(!!) aller in den letzten Jahren umgesetzten Umfahrungen ihren Zweck (nämlich eine spürbare Reduktion des innerörtlichen Verkehrs) eben NICHT erreicht haben.Lediglich 5,2 % aller Projekte haben diesbezüglich “gute” oder “sehr gute” Ergebnisse erzielt. Man darf aus vergangenen Fehlern auch durchaus mal etwas lernen.
Die für Bermatingen ins Spiel gebrachte Zahl von 15.000 Fahrzeugen/Tag ist maßlos übertrieben. Die echten Werte liegen bei ungefähr der Hälfte (ca. 8.000), welche noch weit unter der Grenze von 10.000 Verkehrsbewegungen liegt, ab der man überhaupt über Maßnahmen dieser Art beginnt nachzudenken. Für ein Verkehrsaufkommen unterhalb der 10.000 Marke werden Umgehungsstraßen von Land und Bund sogar generell und kategorsich abgelehnt.Fragen Sie mal in Urnau nach…
Lassen Sie noch ein paar Jahre ins Land ziehen und die Probleme werden sich ohne den gänzlich nutzlosen und kurzsichtigen Verbrauch von immer mehr wertvoller Kulturlandschaft von selber lösen. Geräusch- und emmisionslose Elektroautos werden den Gestank und Lärm von heute vergessen machen.Immer mehr Menschen werden (wie ich) von zuhause aus via Homeoffice arbeiten können. Dienstleistungen werden auch zukünftig mehr und mehr der Industriegesellschaft den Rang ablaufen, welche Ihre Produkte billiger und besser an günstigeren Produktionsstandorten fertigen lassen werden…dann werden wir uns freuen, wenn wir nicht auf Beton unseren Spaziergang verrichten müssen sondern in unserer Umgebung noch halbwegs intakte Naherholungsgebiete vorfinden.
am 08.08.2008
um 22:55 Uhr
Hier einige der Fakten, die dringend eine Neubewertung des Straßenbaubedarfs fordern :
· der exponentiell steigende Erhaltungsaufwand für das vorhandene Straßennetz ist seit mehr als 15 Jahren nicht mehr ausreichend finanziert. Die Strassen besonders in der Provinz werden zunehmend schlechter ( 2008 : z.B. ist das Salemer Gemeindestrassen-Netz zu 60% in „schlechtem Zustand“ und das für die Republik repräsentativere im Landkreis Ravensburg zu 27% sogar in „schlechtem bis sehr schlechtem Zustand“, lt. Landtags-Info an MdL Zeller 07 ),
· der sehr große Überhang an planfestgestellten, ausgestrittenen und baureifen Straßenbau-Vorhaben in BW, die fristgerecht niemals mehr finanzierbar sind,
· die schnelle Abnahme der Mobilität älterer Menschen mit eigenem PKW und dazu der sich verschärfende demoskopische Hintergrund,
· die Sättigung in der Fahrzeugdichte je 1000 Einwohner und weiter schnell sinkende PKW-Zulassungszahlen ( KBA Flensburg: –9,2% in 2007, - 10% in der EU; ARD am 3.6.08: seit Mai 2007 je nach Fabrikat 13 bis über 20% Rückgang der PKW-Zulassungen in der BRD bei zunehmenden Kleinwagen-Zulassungen ),
· das seit 2002 in der BRD bereits abnehmende Verkehrsaufkommen und die seit Anfang der 90er Jahre stagnierende individ. Mobilität ( BMV, Kontiv, DIW),
· die schnell zurückgehende Kaufkraft großer Bevölkerungsschichten,
· die sich verschärfende Situation bei der Energie-Versorgung aus fossilen Quellen ( 2.2008: Der Rohölpreis hat sich innerhalb eines Jahres auf über 140 US-Dollar je Barrel verdoppelt. Deutschland importierte nach Angaben der EU-Kommission jährlich Öl im Wert von ~20 Milliarden Euro – und das vorwiegend aus politisch instabilen Ländern : ein unvergleichliches Wirtschaftsrisiko. ),
· der einsetzende Trend zu leichteren und leiseren PKWs bei abnehmendem Kraftstoffverbrauch mit Trend zu hocheffektiven Elektro-Antrieben ( z.B. ist die Hybrid-Technik nur der Übergang zur reinen Elektromobilität für PKWs mit einer intelligenten Ein- und Rückspeise-Technik am Verbund-Stromnetz. Die KFZ-Batterien werden so als Speicher für Spitzenstrom und regenerativen Strom benutzt, hier nicht bekannt gemachte Geräte-/System-Tests dazu laufen bereits in
Kalifornien ),
· der außerordentlich große, aber meist unterschätzte Einfluss der Geschwindigkeit auf den innerörtlichen Straßenlärm ( max. 30~40 km/h wirken wie eine Halbierung des Durchgangsverkehrs; die Reifengeräusche der PKWs überwiegen bei 50 km/h die Motorgeräusche noch deutlich, der Zusammenhang Geschwindigkeit zu Geräusch verläuft min. mit der 3. Potenz, d.h. -10% speed = 73% vom Vorlärm. Dieses Lärm-Minderungspotential ist i.d.R. in den Kommunen weder bekannt, noch wird es genutzt. Der Verkehrsfluß zur Spitzenzeit würde nicht im geringsten behindert - aber der Verkehrslärm bei Nacht und von schnellen Einzelfahrern kann deutlich sinken.),
· auf dem Hintergrund, dass aus Kostengründen die Lärmschutz-Grenzwerte der Straßenbau-Normen viel zu hoch angelegt sind, fühlen sich die Bürger an neuen Straßen von den Schutzzusagen der Straßenplaner betrogen und fordern z.T. erfolgreich Nachbesserungen ( siehe dazu die verlegte B31-Ortsdurchfahrt Eriskirch und am B31-Tunnel in Freiburg ),
· planerische Fehlprognosen auf überholter, aber fortgeschriebener Zahlenbasis vom Ende der 90er Jahre als Begründung für neue Straßen ( ein Kreis-Beispiel nach Hanke: Verkehrszählung 2005: -13% ; Modus Consult-Hochrechnung : + 77% ),
· viele durch Flurbereinigungsverfahren übervorteilte bzw. übertölpelte Landwirte stimmen nie mehr einem Straßen-Neubau zu und beraten ihre Berufskollegen entsprechend ; es ist z.B. beeindruckend, wie übermäßig bei den jüngst gebauten bzw. geplanten Anbindungsbauwerken der Flächenverbrauch ist ( s. ges. B31-Ortsdurchfahrt Eriskirch-Mariabrunn bzw. FN-West und ÜB-Ost mit allen Nebenbauwerken ),
· Neu- und Ausbaustrecken induzieren neben einer Verlagerung auch immer zusätzlichen Verkehr ( nach dem Teilausbau der L204 durch das Deggenhausertal erhöhte sich der Verkehr dort z.B. um 50% - und mit der OU Urnau ? s. auch http://www.verkehrswissenschaftler.de/berichte/bericht_2.htm )
· die Erkenntnis in den Verkehrsministerien, dass mindestens 50% aller bisher gebauten Ortsumfahrungen fast wertlos sind : zusammen mit den zu entlastenden Strecken induzierten sie im Raum Stuttgart z.B. bis zu 300% mehr Verkehr ( Quelle : LNV ). Diese Gefahr nannte uns bisher aber keiner der verantwortlichen Beamten – und schon gar kein Politiker in seinen Sonntagsreden zu Verkehrslösungen hier am See. Die Zusammenhänge sind jetzt endlich öffentlich und sehr qualifiziert dargestellt bei http://www.verkehrswissenschaftler.de/kommentar/kom1.htm
· der Verkehr ist in Europa noch die am schnellsten wachsende Quelle für Treibhausgas-Emissionen und verantwortlich für 30% des CO2-Ausstoßes.
Allein die Summe dieser wenigen Punkte aus einem weit größeren Spektrum hat in seiner Konsequenz solche Verwerfungen in der Beurteilung zum Straßen-Neubaubedarf zur Folge, dass weitere Straßen-Planungen und deren Fortschreibungen „weiter wie bisher“ nur als außerordentliche, wirtschaftliche Dummheit und besonders als Sünde zulasten dieser schönen Landschaft und ihrer Bewohner bezeichnet werden können. Eine fortgeschriebene Neubau-Pause als Straßenbau-Moratorium für die Bodenseeregion und als Besinnungspause für die Planer und Gutachter ist deshalb nötig – die Bauwirtschaft hat mit den erforderlichen Reparaturen genug Arbeit und wird deshalb sicher nicht leidend.
Und nochmal zur Hinterland-Trasse : die Kundigen werden sie nutzen und der KFZ-Mix auf der B31 am See verschiebt sich zulasten des Schwerverkehrs durch weiter zunehmenden unbemauteten Transit. Denn voll bleibt die B31 vermutlich immer. Warum bloß glauben die B31-Anlieger, daß sie durch die “Hinterland-Trasse aus verknüpften Ortsumfahrungen” entlastet werden ? Mit weiterem Straßenbau verlieren wir alle.
am 09.08.2008
um 8:16 Uhr
Zur verbesserten Querungshilfe in Bermatingen geht es auch kürzer :
Da, wo ehemals eine Post war, ist der Zebrastreifen heute falsch - sofern bis zum Rathaus nur einer genehmigt wird. Warum wird er wohl nicht in diese Richtung verlegt ? Antwort siehe weiter oben. An der Farbe kann´s sicher nicht liegen.
am 13.02.2009
um 17:16 Uhr
Für die wirtschaftliche Entwicklung des Bodenseekreises ist diese Umgehungsstrasse aufgrund verbesserter Verkehrsanbindung sicherlich eine positive Entwicklung. Auch wird sich das Verkehrsaufkommen innerhalb der bisher betroffenen Städte sicherlich verringern. Ich bezweifle allerdings das dies insgesamt zu einer bedeutenden Verringerung der Lärmbelästigung für die bisher betroffenen Anwohner führen wird.
Auf der anderen Seite ist denke ich durchaus mit einer Gesamtverkehrszunahme zu rechnen. Da der Bodenseekreis auch eine der Haupttouristenzentren Deutschlands darstellt und durch den Aussbau der Strasse natürlich auch Erholungsräume für die Bewohner entfallen, spreche ich mich ausdrücklich gegen den Bau einer Umgehungsstrasse aus. Die negativen Folgen für die Tierwelt in Form von Lärmbelästigung und auch die Zerschneidung der Lebensräume seien hierbei auch noch erwähnt.

am 26.01.2008
um 15:45 Uhr
Selten wurde von Politik und Verwaltungen so dreist versucht, dem Bürger Sand in die Augen zu streuen.
Das Thema der schnell (!) zu realisierenden Ortsumfahrung Bermatingen und der zwei für Neufrach sind Fasnet-Blasen, die sich bald als solche herausstellen. Hier sind die ergänzenden Recherchen beim Finanzminister und Regierungspräsidium durch qualifizierter Journalisten gefragt. Sie werden das Gleiche erfahren wie wir von den Vereinigten Verkehrsinitiativen der Bodenseeregion, VVB sagen. Bloß glaubt man dann den Journalisten mehr als anderen Erwachsenen.
Die Falschmeldung muß man im Zusammenhang mit dem geplanten Tognum-MTU -Logistikzentrum in Neufrach sehen, dessen Durchsetzung jetzt von den Verwaltungen mit allen Tricks versucht wird. Da sich die immens hohe, zusätzliche Schwerverkehrslast durch Neufrach und das Umland auch durch Bürgermeister Härles linke Zahlenspielchen nicht wegdiskutieren läßt, kam die Presse-Mitteilung der Landesregierung zum Straßenbau-Impulsprogramm gerade richtig - wenn nicht sogar abgesprochen. Wie oben angeführt : fix gab es eine konzertierte PR-Aktion um einem der Hauptkritikpunkte den Wind aus den Segeln zu nehmen. Aber auch einem gutgläubigen Bürger leuchtet ein, daß drei bisher noch nicht einmal baureif geplante und bei den Verwaltungs-gerichten ausgestrittene Ortsumfahrungen einige Jahre in Anspruch nehmen werden. Aus Haushaltsrechts-Gründen können die genannten neun Millionen Euro gar nicht für diese kleinen Baumaßnahmen “weggelegt” werden. Im Übrigen liegen stapelweise schon baureif planfestgestellte Pläne für andere Orte vor. Was werden deren Lobbyisten dazu sagen, wenn hiesige Gemeinden aus regionalpolitischen Gründen so bevorzugt werden sollen ?
Es gibt noch einen ganz anderen Stolperstein auf dem Weg zur schnellen Realisierung der angesprochenen Ortsumfahrungen : die Bundesbahn-Verwaltung für das Schienennetz. Drei schwerverkehrstaugliche Bahn-Unterführungen müßten nach heutiger Vorstellung auf drei Km Strecke gebaut bzw. mitfinanziert werden - nicht denkbar! Das kann auch ein RegPräs oder MP Öttinger nicht erzwingen.
Und dann gibt es noch schlagkräftige Bürgerinitiativen, die das aktuell bestehende Strassenbau-Moratorium zugunsten des Landschaftsschutzes erhalten möchten. Sehen Sie doch auch mal ´rein bei den links zum Strassenbau im Bodenseekreis bei http://www.bobtec.de
Bob Jürgensmeyer, VVB ; Bermatingen